Der WSV erkämpft sich ein 1:1 gegen Köln

Wuppertaler Sportverein : Der WSV erkämpft sich ein 1:1 gegen Köln

Beim Unentschieden gegen Liga-Favorit Viktoria Köln zeigen die WSV-Spieler eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Das Gegentor entsteht aus einer tragischen Situation.

Mit einem 1:1 (1:0) gegen Liga-Favorit Viktoria Köln ist Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Samstag zumindest ein kleiner Befreiungsschlag gelungen. Vor nur 2432 Zuschauern im Stadion am Zoo verdiente sich die Mannschaft den im dritten Ligaspiel unter Trainer Adrian Alipour den Punkt durch eine kämpferisch erneut einwandfreie Leistung. Schütze des WSV-Tores war Außenverteidiger Angelo Langer, der praktisch mit dem Halbzeitpfiff eine Ecke direkt verwandelte.

WSV gegen Viktoria Köln 2018/19

Köln, das großen Druck ausübte, kam zehn Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Durch den Punkt – der zweite unter Aalipour - kletterten die Wuppertaler, die nach den fünf Spielen vom Freitagabend sogar auf einen Abstiegsplatz abgerutscht waren, mit jetzt neun Zählernauf Platz 13 der Tabelle, weiter neun Punkt hinter Köln, das die über Nacht an Essen abgegebene Tabellenführung zurückeroberte.

Adrian Alipour begann mit der gleichen Elf, die vier Tage zuvor beim 1:2 in Dortmund für ihr Riesenlaufpensum nicht belohnt worden war. Gegen die Kölner stellte sich die Mannschaft zunächst noch tiefer als in Dortmund, kam aber anders als am Dienstag kaum in Umschaltaktionen. Stattdessen hatte die Viktoria durch Torjäger Sven Kreyer (10.), Hamza Saghiri (18.) und einen zu schwachen Kopfball von Felix Backszat (25.) gute Chancen, in Führung zu gehen.

Ein Lattenschuss von Kapitän Gaetano Manno nach einer abgewehrten Ecke war dann nach einer knappen halben Stunde die erste WSV-Chance und beendete gleichzeitig die Phase der Kölner Überlegenheit. Nun gelang es auch dem WSV, zeitweise Druck auszuüben und die Gäste mal im eigenen Strafraum zu binden. Für die Führung musste aber ein Standard herhalten. Linksfuß Angelo Langer brachte die Ecke von der rechten Seite mit Schnitt scharf und flach nach innen, Torhüter Sebastian Patzler sah nicht gut aus, und so rutsche der Ball über die Torlinie, bevor ein Kölner in wegschlagen konnte.

Köln versuchte nach der Pause den Druck zu erhöhen, wechselte nach 55 Minuten mit Neu-Stürmer Albert Bunjaku offensiv. Mehrfach konnte die WSV-Abwehr nun im letzten Moment retten, auf der Gegenseite hatte der WSV einem Freistoß von Gaetano Manno nach Foul am nach vorne stürmenden Jonas Erwig-Drüppel. Aus 18 Metern zirkelte Manno den Ball in die Arme von Keeper Patzler. Die Spannung wuchs von Minute zu Minute, der Kölner Druck auch. Mit Tim Golley brachte Kölns Trainer Patrick Glöckner nach 70 Minuten den nächsten Strafraumstürmer. Beim WSV war kurz zuvor Kevin Hagemann für Laufwunder Jonas-Erwig Drüppel gekommen. Klar, der WSV brauchte Entlastung, die Schlinge zog sich immer enger. Nach 72 Minuten striff ein Schuss von Derflinger, den Malura noch ganz leicht ablenken konnte, nur um Zentimeter am langen Pfosten des WSV-Tores vorbei.

Nach 76 Minuten ging es dann bei Daniel Grebe nicht weiter, der wie schon am Dienstag im Mittelfeld ein Riesenlaufpensum absolviert hatte und dann noch Leistenprobleme bekam. Nun war es ein reiner Abnutzungskampf. Marco Cirillo, der für Grebe gekommen war, sorgte durch ein, zwei clevere Aktionen nach vorne für ein wenig Entlastung. Schade, dass Meik Kühnel nach schöner Vorarbeit von Cirillo den Ball weit drüberschoss.

Tragisch, dass ausgerechnet Cirillo in der nächsten Szene ein Foul 20 Meter vor dem WSV-Tor unterlief. Christian Derflinger zirkelte den Ball über die WSV-Mauer hinweg ins kurze Eck. Sicher verdient der Ausgleich für Köln, aber für den WSV eben auch unglücklich. Schon mehrfach in dieser Saison hatte der WSV ähnlicher Situation am Ende sogar noch verloren, diesmal blieb zumindest das erspart.

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