Der neue WSV-Kapitän Tjorben Uphoff hat gute Erinnerungen an Aachen

Fußball : „Uppe“ denkt gern zurück an Aachen

Der neue WSV-Kapitän war beim 1:0 im März der Schütze des entscheidenden Tores.

Wenn Tjorben Uphoff in seiner neuen Rolle als offiziell ernannter Kapitän des Wuppertaler SV in dieser Woche auf das Saisoneröffnungsspiel gegen Aachen am kommenden Samstag, 14 Uhr, Stadion Zoo, zu sprechen kommt, dann wird sicher auch vom letzten Aufeinandertreffen der beiden Westrivalen die Rede sein, um daraus für den WSV Stärke zu ziehen. Uphoff war einer der Matadoren, die sich im März 75 Minuten lang in Unterzahl am Tivoli gewehrt hatten und am Ende einen 1:0-Sieg über die wegen Unterbrechungen auf 100 Minuten ausgedehnte Zeit gebracht hatten. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte der 24-Jährige Innenverteidiger, der damals den entscheidenden Treffer erzielt hatte, immer noch. Damals war es vielleicht der entscheidende Sieg, um nach den Winterabgängen nicht doch noch in Abstiegsgefahr zu geraten. Nun wäre es für die junge Mannschaft Gold wert, als Außenseiter aus dem Duell etwas mitzunehmen, um in einer vermutlich schwierigen Saison nicht früh unter Ergebnisdruck zu geraten.

Uphoff freut sich über die Anerkennung, die ihm der Trainer mit der Übertragung des Kapitänsamts entgegengebracht hatte. „Ich werde das aber auf mehrere Schultern verteilen, das soll hier ja keine Diktatur werden“, sagt er mit einem Augenzwinkern und mit Hinweis auf seine beiden Stellvertreter Daniel Grebe und Gianluca Marzullo.

Dass die Vorbereitung bisher so gut laufe, sei von außen gesehen vielleicht überraschend, ihn selbst würden die guten Resultate gegen Nijmegen und zuletzt gegen Leipzig aber nicht überraschen. „Mir macht es viel Spaß. Wir müssen noch an zwei, drei Dingen arbeiten, dürfen aber auf keinen Fall die Ruhe verlieren. Dafür, dass die Mannschaft eng zusammengerückt ist, wie mancher meint enger als in der Vorsaison unter anderen Vorzeichen, ist nun auch „Uppe“ mit verantwortlich. gh

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