Fußball-Regionalliga Der bewegte Fußballtag des Charlison Benschop

Wuppertal · Der WSV-Stürmer trifft erst beim 3:0 gegen Gütersloh, sieht unglücklich eine Rote Karte und beschert dann noch zwei Kindern auf der Tribüne einen unvergesslichen Tag.

Redebedarf: Charlison Benschop (r.) kann die Handelfmeter-Entscheidung und Rote Karte von Schiedsrichter Ivan Mrkalj nicht verstehen.

Redebedarf: Charlison Benschop (r.) kann die Handelfmeter-Entscheidung und Rote Karte von Schiedsrichter Ivan Mrkalj nicht verstehen.

Foto: Otto Krschak/OTTO KRSCHAK

Was für ein Spiel für WSV-Stürmer Charlison Benschop. Vor der Halbzeit war er an fast allen WSV-Offensivaktionen beteiligt – und das waren viele. Den Treffer, den er sich längst verdient hatte, holte er dann gleich nach der Pause nach, als er einen an ihm verwirkten Foulelfmeter verwandelte, für dessen Verursachung Gegenspieler Lars Beuckmann auch noch des Feldes verwiesen wurde. Nur eine Viertelstunde später sah Benschop dann nach einer Abwehraktion auf der Linie selbst die Rote Karte und konnte die Welt nicht mehr verstehen. „Der Ball springt mir vom Oberschenkel an die Hand. Das war für mich keine Rote Karte, doch darüber konnte ich in dem Moment mit dem Schiedsrichter nicht diskutieren“, sagt er nachher und nahm trotz des tollen WSV-Spiels und der eigenen guten Leistung ein zwiespältiges Gefühl mit. Typisch Benschop aber, dass er sich artig auf die Tribüne setzte und den Rest des Spiels dort zwischen zwei Kindern beobachtete. „Der eine Junge hat mir gesagt, das ist der schönste Tag in seinem Leben. Für so etwas macht man das“, sagte der sympathische Mann aus Curacao. Zumindest im nächsten Spiel wird er erneut gesperrt auf der Tribüne sitzen müssen. Die Statuten sehen sogar zwei Spiele Sperre vor, da der anschließende Elfmeter von Güterslohs Jeffrey Obst gegen den stark reagierenden Kristian Wozniak nicht verwandelt werden konnte. Aber vielleicht gibt es ja nach Ansicht der Videos noch Gnade für Benschop.