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Das nächste Sechs-Punkte-Spiel für den Wuppertaler SV

Fußball-Regionalliga : Das nächste Sechs-Punkte-Spiel

Der WSV hat sich auf das Kellerduell beim SV Bergisch Gladbach am Mittwoch intensiv vorbereitet. Gleich fünf Spieler sind unterdessen von einer Gelb-Sperre bedroht.

Es ist nichts weniger als eine richtungsweisende Partie kurz vor Weihnachten. Wenn der Wuppertaler SV am Mittwoch zum Nachholspiel beim SV Bergisch Gladbach antritt, dann geht es für beide Teams darum, die Abstiegsplätze zu verlassen, beziehungsweise den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen nicht zu groß werden zu lassen. Und da hilft beiden im Prinzip nur ein Sieg wirklich weiter.

Der WSV will unbedingt spielen – keine Frage – hatte nach dem vor allem moralisch wertvollen 3:3 in Bonn zehn Tage Zeit, sich auf die Partie in Bergisch Gladbach vorzubereiten. Für die Mannschaft von Trainer Helge Hohl – in der vorzeitig beendeten Vorsaison nur durch den Verzicht auf Absteiger in der Liga geblieben, ist es dagegen die zweite englische Woche in Folge. „Der Tank ist leer und die Luft war irgendwie raus“, heißt es dazu auf der Homepage des SV BG zur Einleitung des Spielberichts beim 0:3 gegen den SV Lippstadt am vergangenen Mittwoch. Und zum Abschluss ist dort zu lesen: „Derzeit ist noch das nächste Spiel für kommenden Mittwoch gegen den Wuppertaler SV in der Belkaw Arena angesetzt. Mal schauen, ob es aufgrund der Corona-Pandemie tatsächlich stattfinden wird.“

Tiefstapeln? Vor dem Sechs-Punkte-Spiel gegen Lippstadt konnten sich die Ergebnisse mit einem 1:1 in Ahlen und einem 1:0 in Homberg gegen direkte Gegner im Abstiegskampf durchaus sehen lassen. Und so warnt auch WSV-Trainer Björn Mehnert: „Das ist eine kampfstarke, kompakte Mannschaft, die sich auch am Mittwoch gegen Lippstadt in keiner Phase aufgegeben hat und anfangs sogar die besseren Möglichkeiten hatte.“ 

Mehnert hatte die Bergisch Gladbacher, die der WSV schon mehrfach beobachtet hat, am Mittwoch in der Belkaw Arena noch einmal selbst unter die Lupe genommen und eine Mannschaft mit großem Teamgeist gesehen. Allerdings auch einige Ansatzpunkte, wie sie zu packen sein könnten.

„Wir gehen mit dem nötigen Respekt in die Partie, aber wir müssen keine Angst haben“, sagt er. Eins müsse jedoch klar sein: „Auch wir müssen vollen Einsatz zeigen.“ Insofern gebe es sicher auch kein Taktieren angesichts der Tatsache, dass mit Tim Wendel, Beyhan Ametov, Kevin Pires, Tjorben Uphoff und Noah Salau gleich fünf WSV-Spieler, die alle eine zentrale Rolle spielen, mit vier Gelben Karten belastet sind und bei der nächsten Verwarnung ein Spiel aussetzen müssten.

Kevin Pytlik (nach Rotsperre) und Daniel Grebe (nach Gelbsperre) kommen dagegen zurück. „Das gibt uns vor allem defensiv mehr Möglichkeiten“, so Mehnert, der zu Beginn der Trainingswoche vor allem die Organisation im Spiel gegen den Ball in den Mittelpunkt gestellt hatte. Am Sonntag – der WSV trainierte das Wochenende durch – sei es dann Richtung Bergisch Gladbach um Lösungsversuche in der Offensive gegangen. Schließlich ist damit zu rechnen, dass die Gastgeber dem WSV – wie zuletzt auch Bonn – gern den Ball überlassen und versuchen wird, über Balleroberungen in den Gegenangriff zu kommen. Konditionell, da ist Mehnert sicher, ist seine Mannschaft auf der Höhe.

Von der Partie am Mittwoch berichten wir auch im Internet:

wz.de/liveticker