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Darum geht es beim Wuppertaler SV wieder fußballerisch aufwärts

Fußball-Regionalliga : WSV beim 2:2 in Straelen trotz Gegenwind im Aufwind

Der böige Wind spielte eine wichtige, aber am Ende doch nicht die entscheidende Rolle beim 2:2 des Wuppertaler SV gegen den SV Straelen. Denn am Niederrhein hatten die Wuppertaler vor der Pause den Beweis angetreten, dass selbst bei diesen Bedingungen eine überzeugende fußballerische Leistung möglich ist.

„Es sind schon eher zwei verlorene Punkte, als ein gewonnener. Es darf nicht passieren, dass wir direkt nach der Pause das 1:2 bekommen. Danach war das Momentum klar bei Straelen. Du kommst aus der Halbzeit und nimmst Dir vor, die ersten 15, 20 Minuten gut zu überstehen - wenn Du dann sofort das Gegentor bekommst, ist dein Matchplan dahin“, sagte Tjorben Uphoff. Das Thema Abstiegskampf sei daher längst nicht abgehakt. „Wir brauchen noch einige Zähler, um auf Nummer sicher zu gehen“, so der Kapitän.

Der Gegenwind nach der Pause habe eine Rolle gespielt, aber als entscheidend für die Wende im Spiel sieht auch WSV-Trainer Björn Mehnert den frühen Anschlusstreffer durch Kaito Mizuta, der durch einen schnell ausgeführten Einwurf an der Mittellinie eingeleitet wurde. Die gesamte WSV-Abwehr kam nicht mehr in den Zweikampf, um den Torschützen zu stoppen. „Das war nicht das erste Mal, dass uns die Wachsamkeit gefehlt hat, daran werden wir weiter arbeiten“, so Mehnert. Der unmittelbar folgende Wechsel von Joelle Tomczak, für den Moritz Römling kam, hatte taktische Gründe. „Joelle Tomczak hat wie Furkan Tasdemir seine Sache gut gemacht. Mit Moritz Römling haben wir einen größeren Spieler gebraucht, da abzusehen war, dass sich Situationen mit hohen Bällen häufen. Römling saß zunächst auf der Bank Platz, weil er bei der Anreise in eine Vollsperrung auf der Autobahn geraten war.

Aus der Not weiterer Ausfälle durch Sperren und Verletzungen machte Mehnert eine Tugend. Diesem WSV-Team mangelte es zwar an Erfahrung und hochgewachsenen Spielern, dafür standen Fußballer auf dem Platz, denen es Spaß machte, den Ball laufen zu lassen. Aus Spielfreude ergeben sich Tore wie das zum 1:0, als der Ball von Torhüter Sebastian Patzler über Kevin Pires Rodrigues, Kevin Hagemann und Semir Saric beim Torschützen Beyhan Ametov (31.) landete. Ebenso zügig lief die Kugel vor dem Zaubertor von Semir Saric (44.), der den Ball zum 2:0 in den Winkel zirkelte.