Meinung Dampf in der Küche

Meinung | Wuppertal · Beim WSV verändert sich das Bild der Mannschaft. Wichtige Entscheidungen stehen noch aus

Wenn in der Haushaltskasse plötzlich mehr als die Hälfte des bisher verfügbaren Geldes eingespart werden muss, dann sollte der kluge Hausmann beziehungsweise die kluge Hausfrau umplanen. Ab morgen bleibt der Kühlschrank komplett leer, ist da sicher keine gute Idee. Und neben den Grundnahrungsmitteln sollte auch ab und zu ein Leckerbissen auf den Tisch kommen. Nach diesem Rezept hat WSV-Sportdirektor Gaetano Manno seinen Einkaufszettel zusammengestellt: Viel junges Gemüse und ein paar (alte) Knochen, an denen noch jede Menge Fleisch ist. Das könnte für schmackhafte Gerichte reichen, es wird aber auch Eintopf geben. Noch immer ist offen, wer die Mahlzeiten zubereiten soll. Trainer Ersan Parlatan denkt über Abschied nach. Der akribische Arbeiter befürchtet, dass dem WSV wegen der Sparzwänge der Dampf ausgehen könnte. Für Parlatans Standpunkt kann man Verständnis haben, schade wäre es, denn gerade ein junger Kader würde von seinem klaren Führungsstil profitieren. Bei Gaetano Manno wird das Handy angesichts der ungeklärten Trainerfrage jetzt noch häufiger klingeln. Und es könnten nicht nur Spielerberater dran sein, sondern auch Trainer wie zum Beispiel Daniel Brinkmann (bisher SC Wiedenbrück), die gut zur Aufgabe passen würden.