Beim WSV gibt es noch keine Fingerzeige auf die künftige Linie

WSV-Analyse : Weiter wie bisher?

Wie geht es nach der vorläufigen Rettung des WSV weiter? Der Verein lässt bisher noch eine Strategie vermissen.

Eine Woche nach der frohen Botschaft, dass zumindest die aktuelle Saison von Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV gesichert ist, gibt es noch keine, auch nur kleinen Fingerzeige, wie man sich beim WSV die Zukunft vorstellt.

Das enttäuscht trotz des Hinweises, dass man erst einmal genug zu tun habe, für das Pokalspiel und die Restrunde zu planen. Aus Trainersicht sicher verständlich. Adrian Alipour wird froh sein, nun in der Türkei eine Woche lang intensiv mit den Spielern arbeiten zu können, die ihm in den restlichen Partien zur Verfügung stehen. Von den übrigen Verantwortlichen hätte man sich aber doch ein bisschen mehr gewünscht, denn auch ein Weiterkommen im Pokal würde die grundsätzlichen Probleme des WSV nicht lösen, nur etwas mildern.

Stattdessen wird wieder die Transfermaschine angeworfen - mit Zugängen aus der gesamten Republik und kurzfristigen Verträgen. Ein hoffnungsvolles Eigengewächs von der Klasse eines Marco Cirillo oder auch Len Heinson kann man umgekehrt nicht vom Bleiben überzeugen. Cirillos Weggang schmerzt  WSV-Anhänger besonders, auch wenn es offenbar auf eigenen Wunsch geschah.

Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht - allen Neuen einen guten Start und alles Gute beim WSV. Jeder wird hier gebraucht. Die vergangenen Wochen und die vielen Hilfsaktionen haben aber gezeigt, dass die Identifikation vielleicht das größte Kapital des WSV ist, und das spiegelt sich in den ersten Handlungen der vergangenen Woche zumindest nach außen nicht wider.

guenter.hiege@wz.de

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