Analyse nach der vorläufigen Rettung des Wuppertaler SV

Kommentar : Die Arbeit beim WSV beginnt erst

Die Unterstützung für den finanziell angeschlagenen Regionalligisten ist überwältigend. Doch jetzt braucht der Verein eine neue Stratagie.

Es ist beeindruckend, wie viele Menschen sich auf teilweise sehr kreative Weise an der Unterstützung für den Wuppertaler SV beteiligt haben. Dass damit die erste Klippe übersprungen ist, ist für alle eine gute Nachricht, auch wenn hinter vorgehaltener Hand schon mal davon gesprochen wird, dass eine erneute Insolvenz die sauberste Lösung wäre. Damit würde sich der Verein aber auf Dauer unglaubwürdig machen.

Nichtsdestotrotz ist eine neue Strategie gefragt. Ob es eine sanfte oder eine echte Revolution wird, werden erst die nächsten Wochen zeigen, in denen die Linie für die Zukunft festgelegt werden muss. Die Zuschauerzahlen der ersten Pflichtspiele dürften auch zeigen, inwiefern sich die Hilfsbereitschaft für Rot-Blau nutzen und konservieren lässt. Sicher würde da der ein oder andere verzeihen, dass die Mannschaft durch den Aderlass im Winter geschwächt ist.

Nun mit frischem Geld wieder größer zu investieren, wäre aber kaum zu verkaufen. Da gilt es, lieber die vorhandenen Kräfte im eigenen Team zu stärken, auch wenn das zwar mit viel Qualität, aber offenbar unausgewogen zusammengestellt ist. 

Ein Kommentar von Günter Hiege. Foto: Schwartz, Anna (as)

guenter.hiege@wz.de

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