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FIFA überrascht mit Schiedsrichter-Ansetzungen

FIFA überrascht mit Schiedsrichter-Ansetzungen

Rio de Janeiro (dpa) - Mit der Benennung der Schiedsrichter Pedro Proença aus Portugal für das WM-Spiel Kamerun gegen Kroatien und Carlos Velasco aus Spanien für die Partie zwischen Uruguay und England bricht die FIFA ein eigenes ungeschriebenes Gesetz.

Üblicherweise waren Referees seit der Fußball-WM 2010 nicht mehr für Spiele mit Mannschaften aus ihrer eigenen Konföderation eingesetzt worden. Einzige Ausnahme waren Spiele zwischen zwei Teams vom gleichen Kontinent wie zum Beispiel zwischen Deutschland und Portugal am Montag in Salvador mit dem Serben Milorad Mazic als Referee.

„Das entscheidende Kriterium ist die Qualität der Schiedsrichter“, sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer in Rio de Janeiro. Zweite in den WM-Regularien schriftlich festgehaltene Prämisse ist, dass der Referee nicht aus einem Land kommen darf, das in der gleichen WM-Gruppe spielt wie die beteiligten Teams. Dies besagt Artikel 10.1. der WM-Regularien.

Die Kontinent-Klausel galt nur als Common Sense und war bei der WM 2010 in Südafrika strikt eingehalten worden. Einen Zusammenhang mit der öffentlichen Kritik nach dem Elfmeter-Fehlpfiff des Japaners Yuichi Nishimura im Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien (2:1) gäbe es nicht, hieß es von der FIFA.

Nach langem Warten geht die Fußball-WM in Brasilien auch für den englischen Top-Referee Howard Webb los. Der Finalschiedsrichter der Weltmeisterschaft 2010 wurde von der FIFA für die Partie Kolumbien gegen die Elfenbeinküste am Donnerstag angesetzt. Das teilte der Fußball-Weltverband am Dienstag mit. In den ersten Gruppenspielen hatte Webb noch keine Begegnung geleitet.

Die Begegnung Japan gegen Griechenland wird von Joel Aguilar aus El Salvador gepfiffen, der zu seinem zweiten WM-Einsatz kommt. Aguilar hatte bereits die Partie Argentinien - Bosnien-Herzegowina gepfiffen. Der Münchner Felix Brych muss weiter auf seinen zweiten Einsatz bei seinem ersten Weltturnier warten. Für seinen Auftritt im Spiel Uruguay gegen Costa Rica hatte der 38-Jährige viel Lob bekommen.