Staatsanwalt: Frühwarnsysteme „völlig unzureichend“

Staatsanwalt: Frühwarnsysteme „völlig unzureichend“

Bochum (dpa) - Die zur Vorbeugung gegen Wettbetrug im Fußball eingeführten Frühwarnsysteme sind aus Sicht des Bochumer Staatsanwalts Andreas Bachmann wenig effektiv.

„Die Frühwarnsysteme haben sich als völlig unzureichend erwiesen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa mit Bezug auf die große Anzahl von Fällen.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft denkt trotz der alarmierenden neuen Zahlen von verdächtigen Spielen nicht über eine personelle Ausweitung des Ermittlungsteams nach. Wie Bachmann erklärte, soll die dafür zuständige und 2009 ins Leben gerufene Kommission „Flankengott“ zunächst nicht aufgestockt werden.

Nach Einschätzung des Juristen hat sich die intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Fußball Liga, dem Deutschen Fußball-Bund und dem europäischen Dachverband UEFA bewährt. Bei den am Montag in Den Haag von der europäischen Polizeibehörde Europol genannten 300 neuen Verdachtsfällen könne dieser enge Kontakt aber nicht bei der Aufklärung helfen: „Die neuen Fälle kommen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität. Das ist reine Strafverfolgungsarbeit.“

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