„Spiegel“: Brief-Notiz belastet Niersbach in WM-Skandal

„Spiegel“: Brief-Notiz belastet Niersbach in WM-Skandal

Berlin (dpa) - Mit der Veröffentlichung eines angeblich belastenden Dokuments hat der „Spiegel“ den DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach im WM-Skandal weiter unter Erklärungsdruck gebracht.

Der Briefentwurf, den das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht, soll belegen, dass Niersbach doch schon viel früher von der geplanten Rückzahlung von 6,7 Millionen Euro an den ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus wusste. Darauf lassen laut „Spiegel“ handschriftliche Vermerke auf dem Brief schließen, die demnach wohl von Niersbach stammen.

Der stark in die Kritik geratene Niersbach hatte bislang immer wieder versichert, erst in diesem Sommer den Zusammenhang zwischen der Überweisung des Geldes und der Millionen-Rückzahlung an Louis-Dreyfus erfahren zu haben. In die Absprachen damals sei er „persönlich nicht eingebunden“ gewesen, „das waren eben die Zuständigkeiten, die lagen woanders“, hatte Niersbach gesagt.

In dem „Spiegel“-Dokument, das aus dem November 2004 stammen soll, sind indes die Worte „das vereinbarte Honorar für H.L.D.“ handschriftlich vermerkt. „H.L.D.“ stehe demnach für Herrn Louis-Dreyfus. Autor der Notiz soll Niersbach sein, dies legen nach „Spiegel“-Angaben Vergleichsproben mit seiner Handschrift nahe.

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