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Coronavirus-Pandemie: Söder: Zweifel an EM-Spielen mit vielen Zuschauern

Coronavirus-Pandemie : Söder: Zweifel an EM-Spielen mit vielen Zuschauern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft.

„Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange“, sagte Söder im Interview der RTL/ntv-Redaktion. Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden.

„Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden“, sagte Söder. Bis zum 7. April mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen.

Sollte München von der UEFA zur Zulassung von Fans verpflichtet werden, würde dies laut Söder „auch bei der deutschen Bundesregierung“ auf Widerstand treffen. „Wir haben jetzt wirklich in der Frage der sogenannten Geisterspiele gute Erfahrung gemacht“, sagte Söder. Bayerns Ministerpräsident wies jedoch daraufhin, dass sich trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder Spieler mit Corona infiziert hätten.

Die bayerische Landeshauptstadt hofft hingegen weiter auf Spiele vor Publikum. Dafür gebe es „verschiedenen Szenarien, was mögliche Zuschauer im Stadion betrifft“, hatte sie am Vortag mitgeteilt. Es sei „denkbar und wünschenswert, dass bei den vier Spielen in München Zuschauer im Stadion sein können“.

Söder bei RTL

EM 2021

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Austragungsort München

© dpa-infocom, dpa:210407-99-116910/2

(dpa)