Oberliga Niederrhein: WSV empfängt die jungen Zebras, KFC muss gegen Hilden ran

Oberliga Niederrhein : WSV empfängt die jungen Zebras, KFC muss gegen Hilden ran

Der TSV Meerbusch will nach den ersten beiden Saison-Niederlagen gegen die Lackschuhe wieder punkten. Hilden will seine kleine Siegesserie fortsetzen und Germania tritt beim Tabellenletzten an.

Düsseldorf. Durch einen 3:0-Sieg im Nachholspiel beim 1. FC Bocholt hat Oberliga-Spitzenreiter Wuppertaler SV seine Führung in der Tabelle am Mittwoch ausbauen können. Am Sonntag empfängt die Vollmerhausen-Elf die U23 des MSV Duisburg. Die jungen Zebras belegen Rang neun und haben zuletzt den Tabellenletzten 4:1 geschlagen. Beim Tabellenersten muss das Team von Trainer Manfred Wölpper aber wohl noch eine Schippe drauflegen, wenn das Ergebnis auch nur annähernd in diese Richtung gehen soll.

Besonders heiß auf seinen Einsatz dürfte dabei Kevin Weggen sein, der im Sommer von der Wupper nach Wedau gewechselt war. Beim WSV war der 22-Jährige im Frühjahr noch aus disziplinarischen Gründen in die zweite Mannschaft verbannt worden. Mühsam hatte er sich ins Oberliga-Team zurückgekämpft. Die Formkurve zeigte nach oben, dennoch plante das neue Trainerteam in Wuppertal nicht mehr mit Weggen. Der MSV griff zu und bereut seine Wahl bis heute offenbar nicht. Sogar beim vom Verletzungspech verfolgten Zweitliga-Team des MSV durfte er regelmäßig mittrainieren. In dieser Saison hat Kevin Weggen stets von Beginn an gespielt, nur einmal musste er wegen einer Gelb-Sperre aussetzen. Und immerhin fünf Tore hat der Mittelfeldspieler erzielt. Seine sechste Bude gegen den WSV zu machen, da hat er bestimmt nichts gegen.

Nichts gegen eine Fortsetzung der nach dem Rücktritt von Georg Kreß eingeläuteten Siegesserie hat der zwölftplatzierte VfB Hilden. Doch das wird gar nicht so einfach, müssen die Hildener um Interims-Trainer Björn Scheffels am 14. Spieltag schließlich in der Grotenburg antreten. Der KFC hat auf Rang vier fünf Punkte Rückstand auf den WSV und muss dringend Punkte holen, wenn das Team von Michael Boris den angepeilten, direkten Wiederaufstieg Wirklichkeit werden lassen will.

Derzeit nur noch einen Punkt Vorsprung vor Uerdingen hat nach den ersten beiden Saison-Niederlagen der TSV Meerbusch, der am Sonntag zum Uhlenkrug reisen muss. Die Mannschaft von Trainer-Duo Olivier Caillas und Robert Palikuca will gegen die Lackschuhe wieder punkten und zu alter Stärke zurückfinden. Ob dies gelinen kann? Immer ist Daniel Klinger in Essen gesperrt, genau wie Lucas Reinert. Hinzukommt, dass Brian Günther verletzt ist und Dennis Schmidt sowie Aleksandar Pranjes angeschlagen sind.

Die Germania aus Ratingen läuft derzeit ihrer Form hinterher: Im Pokal gegen die Liga-Konkurrenz aus Gladbach zwar erfolgreich, lief es in der Meisterschaft für die Radojewski-Elf zuletzt nicht optimal. Ratingens Stürmer Daniel Keita-Ruel trifft nicht mehr so zuverlässig wie noch zu Beginn der Saison. Am Sonntag beim Tabellenletzten, RWO II, sollte ihm das Toreschießen allerdings nicht allzu schwer fallen: 37 Tore hat der Nachwuchs der Kleeblätter in dieser Saison bereits kassiert, so viele wie kein anderes Team.

Ein ähnlich schlechtes Torverhältnis hat der TV Kalkum-Wittlaer aufzuweisen, der nur einen Platz und einen Punkt vor RWO II steht. Der Aufsteiger aus Düsseldorf tritt am Sonntag beim sechstplatzierten VfR Fischeln an, während die fünftplatzierte TuRU bei der Spielvereinigung Schonnebeck ran muss. Der Aufsteiger aus Essen belegt derzeit den zweiten Rang und hat nur drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Zu einem Verfolgerduell der besonderen Art kommt es am Sonntag in Mönchengladbach, wenn der SV Hönnepel-Niedermörmter zu Gast beim Aufsteiger ist. HöNie hat sich endlich aus dem Tabellenkeller befreit und hat nun nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ebendort steht der 1. FC Mönchengladbach. Punktgleich einen Platz hinter den Bullen aus Kalkar steht der TV Jahn-Hiesfeld, der zu Aufsteiger SC Düsseldorf-West reisen muss. Der Aufsteiger steht auf Platz zehn. Wollen die Düsseldorfer der Abstiegszone weiter fern bleiben, sollte am Sonntag ein Dreier her.

Von der ist selbst der elftplatzierte FC Bocholt nur drei Punkte entfernt. Der ehemalige Zweitligist ist beim SC Kapellen-Erft zu Gast. Der SC hat sich an den vergangenen Spieltagen zwar auf den achten Platz vorgeschoben, ist aber erst am Mittwoch beim ETB am Uhlenkrug aus dem Niederrhein-Pokal geflogen. Den Besucher erwartet also eine Partie auf Augenhöhe, ist die Partie gegen den WSV vermutlich ebenfalls nicht spurlos an den Bocholtern vorbeigegangen.

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