Nach WM-Protesten - Brasilien kündigt Transparenz an

Nach WM-Protesten - Brasilien kündigt Transparenz an

Brasília (dpa) - Nach den Protesten gegen die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land plant Brasiliens Regierung, die Milliarden-Ausgaben für die WM transparenter darzulegen.

Die Kosten für die zwölf WM-Stadien und Infrastrukturprojekte sollen veröffentlicht und möglicherweise mit den Ausgaben für vorangegangene Weltmeisterschaften in anderen Ländern verglichen werden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Agência Brasil. Damit solle den Kritikern der Nährboden für Proteste entzogen werden.

Nach öffentlichen Protesten und Vandalismus-Attacken sei es die Einschätzung der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff, dass die Demonstrationen weniger gewalttätig verliefen, wenn die Bevölkerung besser informiert und aufgeklärt sei, hieß es in der Meldung.

Im Januar war es in São Paulo, Rio de Janeiro und zahlreichen anderen Städten zu Anti-WM-Protesten gekommen. Allerdings beteiligten sich daran wesentlich weniger Menschen als während des Confed-Cups 2013, als Hunderttausende Demonstranten wochenlang gegen Misswirtschaft, Korruption und ihrer Ansicht nach zu hohe WM-Kosten auf die Straße gegangen waren.