Kubicki hält Bewährung für Hoeneß für unwahrscheinlich

Kubicki hält Bewährung für Hoeneß für unwahrscheinlich

Köln (dpa) - Der Jurist und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki glaubt im Steuer-Fall Uli Hoeneß nicht an eine Bewährungsstrafe für den Präsidenten des FC Bayern München.

„Die Zahl alleine, 18 Millionen Euro, ist so schwerwiegend, das mir der Glaube momentan fehlt, dass er eine Bewährungsstrafe erhalten kann“, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende der FDP im Deutschlandfunk.

Das Gericht werde Strafmilderungsgründe berücksichtigen. Dazu zähle auch die Tatsache, dass Hoeneß die volle hinterzogene Summe gestanden habe. „Er hat damit dokumentiert, dass er reinen Tisch machen will, wenn auch spät“, sagte Kubicki.

Seit dem 10. März steht der Präsident des FC Bayern in München wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Am ersten Prozesstag hatte Hoeneß überraschend gestanden, 18,5 Millionen statt wie bisher angenommen 3,5 Millionen Euro hinterzogen zu haben.