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Khaled Nareys Abgang würde Fortuna Düsseldorf arg schmerzen

Transferticker : Nareys Abgang schmerzt Fortuna

Wer kommt und wer geht in den Unterhäusern der Fußball-Bundesliga? Die Übersicht für Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Essen, Viktoria Köln, Wuppertaler SV und anderen Clubs aus der Region.

In der zweiten Folge unseres regionalen Transfermarkt-Tickers werfen wir heute einen Blick auf die wichtigsten Vereine aus der zweiten und dritten Liga sowie aus der Regionalliga West.


Fortuna Düsseldorf

Im Sommer 2009 kam Oliver Fink von der SpVgg Unterhaching zur Fortuna, nach 13 Jahren und insgesamt 330 Spielen für die Flingerner hat der 39-Jährige seine Karriere jetzt beendet. Fast 2000 Zuschauer kamen am vergangenen Samstag ins Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich, um im Spiel von Fortunas „Zwoter“ den letzten Einsatz des Mittelfeldakteurs zu sehen. Als Fink nach 77 Minuten ausgewechselt wurde, standen selbst die Schiedsrichter sowie die Spieler von Gegner Borussia Mönchengladbach II applaudierend Spalier. „Ich gehe als wirklich glücklicher Mensch“, sagte der gebürtige Oberpfälzer. Nachfolger von Fink als Leitfigur der U23 wird Adam Bodzek (36). Der Pole wechselte 2011 vom MSV Duisburg zur Fortuna und wird seine Karriere dort jetzt zwei Ligen tiefer fortsetzen.

Weitere Abgänge bei den Profis sind Ersatz-Torwart Kai Eisele (27), der ablösefrei zum Karlsruher SC wechselt sowie Kai Hartherz (29/Linksverteidiger), Edgar Prib (32/zentrales Mittelfeld) und Thomas Pledl (28/Rechtsaußen), die allesamt keinen neuen Vertrag angeboten bekamen. Überdies enden die Ausleihen von Jordy de Wijs (27/Innenverteidiger/Queens Park Rangers), Leonardo Koutris (26/Linksverteidiger/Olympiakos Piräus) sowie Robert Bozenik (22/Mittelstürmer/Feyenoord Rotterdam). Den schmerzvollsten Verlust aber würde Khaled Narey bedeuten. Der vor einem Jahr vom Hamburger SV geholte rechte Mittelfeldspieler erarbeitete sich in seinen 31 Partien mit acht Treffern und 15 Tor-Vorlagen das Prädikat „besonders wertvoll“. Mit diesen Argumenten möchte Narey jetzt erstklassig spielen, der 27-Jährige hat seinen Spind bereits geräumt. Als Interessent gilt die TSG 1899 Hoffenheim, die zwischen zwei und drei Millionen Euro zu zahlen bereit wäre.

Für eine Million Euro fest verpflichtet hat die Fortuna derweil den bisher von Kawasaki Frontale aus Japan nur ausgeliehenen Ao Tanaka (23/zentrales Mittelfeld). Zudem kehren Jamil Siebert (20/Innenverteidiger/Viktoria Köln), Dawid Kownacki (25/Mittelstürmer/Lech Posen) sowie Nana Ampomah (26/Linksaußen/FC Antwerpen) von ihren Ausleihen zurück. Für Kownacki und Ampomah (beide Vertrag bis 2023) hat Fortuna einst zusammen 9,8 Millionen Euro ausgegeben. Ihr endgültiger Verkauf würde ein dickes Minus bedeuten.

 

MSV Duisburg

Bitterer Verlust. Torhüter Leo Weinkauf (25), der dem MSV in der abgelaufenen Saison mehrfach den Hintern gerettet hat, kehrt nach zweijähriger Leihe zu Hannover 96 zurück. Sein Ersatzmann Roman Schabbing (20) erhält ebenso keinen neuen Vertrag wie die Innenverteidiger Stefan Velkov (25) und Dominic Volkmer (26). Dazu muss auch der ausgeliehene John Yeboah (22) zurück zu Willem II Tilburg. Möglich, dass sich der neue Sportdirektor Ralf Heskamp noch einmal um den schnell zum Publikumsliebling gewordenen Deutsch-Ghanaer (zwei Treffer, fünf Tor-Vorlagen) bemüht. Bisher einziger Zugang ist Mittelstürmer Phillip König, der 22-Jährige kommt von Regionalligist Holstein Kiel II. Allerdings dürfte in den Kader in den kommenden Wochen noch reichlich Bewegung kommen. Zu unbefriedigend verlief die vergangene Saison.

 

Rot-Weiß Essen

Alexander Ende (Fortuna Köln), Danny Schwarz (Kickers Würzburg), Mark Zimmermann (1. FC Köln U23) oder doch ein anderer? Die Trainerfrage soll beim Aufsteiger bis Ende Mai geklärt sein, schließlich muss der Kader für die erste Drittliga-Saison seit 2007/08 geplant werden. Diese nicht mitmachen werden Daniel Davari (34/Torhüter), David Sauerland (25/Rechtsverteidiger) und Zlatko Janjic (36/Mittelstürmer), die keinen neuen Vertrag erhielten sowie Marius Kleinsorge (26/Rechtsaußen), der nach seiner Leihe zum 1. FC Kaiserslautern zurückkehrt. Als neuen Mittelstürmer stellten die Bergeborbecker Ron Berlinski vor. Der 27-Jährige kommt ablösefrei vom SC Verl, bei dem er mit neun Treffern und drei Tor-Vorlagen in 24 Spielen maßgeblich zum Klassenerhalt beitrug.

 

Viktoria Köln

Den hat auch die Viktoria geschafft, der große Aufbruch aber blieb aus. Das lag vordergründig an einem unglaublich großen Verletzungspech, welches Trainer Olaf Janssen immer wieder zum Improvisieren zwang. Von daher überrascht der Rücktritt des erst vor einem Jahr geholten Geschäftsführers Andreas Rettig. Mit dem 59-Jährigen wollten sich die Höhenberger mittelfristig für die zweite Liga aufstellen, für den Weg dorthin aber gab es nun offenbar unüberbrückbare Differenzen mit dem als starken Mann geltenden sportlichen Leiter Franz Wunderlich. Der 58-Jährige hatte bereits vor einem Jahr für Fragezeichen gesorgt. Damals war sein Sohn Mike (36) als Identifikationsfigur des Vereins nach zehn Jahren völlig überraschend zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt. Die wirklichen Gründe dieser Entscheidung liegen bis heute im Dunkeln.

Dieses Jahr verlässt Alexander Höck (20/Innenverteidiger/Werder Bremen U23) die Rot-Weiß-Schwarzen, sportlich weh tut der ablösefreie Transfer von Kai Klefisch (22/defensives Mittelfeld/SC Paderborn 07). Des Weiteren enden die Ausleihen von Moritz Nicolas (24/Torwart/Borussia Mönchengladbach), Jamil Siebert (20/Innenverteidiger/Fortuna Düsseldorf) und Lenn Jastremski (21/Mittelstürmer/FC Bayern München II). Für Nicolas kommt Ben Voll (21) vom FC Hansa Rostock.

 

Wuppertaler SV

Vor dem Endspiel im Niederrhein-Pokal gegen den SV Straelen (Samstag, 16.15 Uhr, Stadion Duisburg) steht lediglich Dominik Bilogrevic (23) als Abgang fest, der defensive Mittelfeldakteur kehrt nach seiner Leihe zum SC Paderborn II zurück. Für seine Position kommen in Lukas Demming (22/SC Wiedenbrück) und Tobias Peitz (23/SV Straelen) gleich zwei neue Spieler. Zudem schnappte sich der WSV Mittelstürmer Serhat Semih-Güler vom Bonner SC. Der 24-jährige Kölner kann trotz des Abstiegs mit dem BSC in 32 Partien 13 Treffer und vier Torvorlagen vorweisen. Die weitere Kaderplanung hängt vom Pokalfinale ab. Bei einem Sieg und der mit ihm verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal würde sich der finanzielle Spielraum für Manager Stephan Küsters (50) erhöhen.