Warum nicht jeder die Entlassung von Stefan Krämer versteht

Kommentar : Warum nicht jeder die Entlassung von Stefan Krämer versteht

Der KFC Uerdingen hat Trainer Stefan Krämer freigestellt. Bei vielen hat das Unverständnis hervorgerufen. Und da kommt das Problem des Vereins und seiner Führung ins Spiel.

Das schöne an Pressemittteilung ist immer, dass sie Fakten schaffen und damit die Realität abbilden. Vor allem im Fußball-Geschäft. Krämer ist also weg. Aha. Das hat nicht jeder am Montag verstanden, als der KFC es so entschieden hat und die Nachricht in der Welt war. Der Grund des Unverständnisses ist ein ganz einfacher: Arbeit soll sich lohnen. Für alle Beteiligten.

Und da kommt das Problem des KFC Uerdingen und seiner Führung ins Spiel. Was heißt denn lohnen? Klar, Geld bekommt Krämer, zumindest steht es ihm zu. Das ist die geschäftliche Seite des Deals. Die anderen werden eher von Emotionen bestimmt. Gerade im Sport. Umso mehr beim Fußball. Eine aufgeladenen Gefühlswelt, in der es heißt, klaren Kopf zu bewahren, um den Erfolg nicht zu gefährden.

Stephan Esser. Foto: Dirk Jochmann

Die, die Krämers Rauswurf nicht verstanden haben, sind weit weg von der Idee von Mikhail Ponomarev. Der kauft im Winter neues Personal und entlässt die Trainer, wenn das Ziel droht, verloren zu gehen. Wer das nicht begleiten will, schaut bald nicht mehr beim KFC zu. Weil ihm was fehlt. Der Lohn.

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