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Vor dem Spitzenspiel wird der Ton rauer

Vor dem Spitzenspiel wird der Ton rauer

Rot-Weiß Oberhausen fühlt sich vor dem Duell gegen den KFC benachteiligt.

Krefeld. Die vom Verband erzwungene Vorverlegung des Spitzenspiels KFC Uerdingen gegen Rot-Weiß Oberhausen II in der Fußball-Niederrheinliga auf Freitag, 18 Uhr (die WZ berichtete), sorgt wenige Tage vor dem Duell für Gesprächsstoff. Es ist ein Spiel, in dem es für beide Klubs um sehr viel geht. RWO II als auch der KFC sind die ärgsten Verfolger des Spitzenreiters Turu Düsseldorf.

Doch vor allem Oberhausen ist mit der Terminänderung durch den Verband nicht einverstanden. RWO-Cheftrainer Hans Günter Bruns spricht sogar von einer „bodenlosen Unverschämtheit“. Zeitgleich spielt die Zweitligamannschaft gegen den MSV Duisburg. Auf Verstärkungen aus dem Profi-Kader wird RWO wohl verzichten müssen. „Unsere 2. Mannschaft besteht aus Amateuren. Viele müssen sich extra freinehmen, um es zum Spiel zu schaffen“, sagte Bruns, in Personalunion Sportdirektor des Klubs, auf WZ-Anfrage.

Vor etwa drei Wochen hatte der KFC bei RWO angefragt, das Spiel auf Freitag vorzuziehen, doch die Gäste lehnten ab. Das Thema schien beendet. Oberhausens Sportdirektor kritisiert nun die Entscheidung des Verbandes scharf und vermutet einen Zusammenhang: „Wir fühlen uns total benachteiligt. Die Sicherheitsbedenken sind doch schwachsinnig. Die Grotenburg ist ein ehemaliges Bundesliga-Stadion. Es ging doch nur darum, dass der KFC profitiert.“

Der Verband rechtfertigt seine Entscheidung. „Wir berufen uns auf die Empfehlung der Zentralen Informationsstelle Sport. Wir werden als Verband nicht anders handeln. Wenn etwas passiert, sind wir die Dummen“, sagt FVN-Geschäftsführer Rainer Lehmann. Die ZIS habe Erkenntnisse aus der Szene, dass es bei einer Ansetzung am Sonntag zu Ausschreitungen hätte kommen können, sagte Lehmann. Der Einspruch der Oberhausener sei bereits so gut wie abgelehnt.

Auch der KFC zeigt sich von der Verlegung überrascht: „Die Kurzfristigkeit hat uns verärgert. Wir haben unsere Werbetrommeln bereits für Sonntag gerührt. Nun müssen wir umplanen. Außerdem haben wir durch die frühe Anstoßzeit auch Engpässe im Personal“, sagt Geschäftsstellenleiter Gerald Judenau. Zwar seien Catering- und Ordnungsdienst mittlerweile organisiert, doch fehlten immer noch Kassierer. Der KFC empfiehlt den Besuchern, den Vorverkauf zu nutzen und früh anzureisen. Die frühe Anstoßzeit könnte dem KFC Zuschauer und Einnahmen kosten. Der Schnitt in dieser Saison liegt bei 1836 Besuchern.