VfR Fischeln hält im Derby gegen Uerdingen lange mit

VfR Fischeln hält im Derby gegen Uerdingen lange mit

Der KFC Uerdingen kommt vor 3346 Zuschauern in der Grotenburg zu einem mühsamen 2:1-Erfolg gegen das Cherfi-Team.

Krefeld. Das 6. Krefelder-Derby zwischen dem KFC Uerdingen und dem VfR Fischeln ist erwartungsgemäß zu Ende gegangen. Der Oberliga-Spitzenreiter KFC gewann vor 3346 Zuschauern gegen das Tabellenschlusslicht allerdings knapp mit 2:1 (1:1).

Bereits in der ersten Spielminute gelang KFC-Kapitän Ersan Tekkan die 1:0 Führung. Die Fischelner Verteidigung konnte eine Flanke von Arda Yavuz nicht richtig aus der Gefahrenzone befördern, so dass Tekkan von der Strafraumgrenze einschießen konnte. Für den VfR kam es dann nach gut 15 Minuten noch dicker. Kapitän Stephan Maas musste mit muskulären Problemen ausgewechselt werden. Derweil hatte der Gegner beste Chancen, in Führung zu gehen. Ein Schuss von El Houcine Bougjdi (16.) wurde von Fischelns Rechtsverteidiger Kevin Enke von der Linie gekratzt. Im direkten Gegenzug setzte Kevin Sonneveld einen Konter nur knapp links am Tor vorbei. Trotz der Überlegenheit konnten Korte (20.) und Tekkan (27.) nicht für den KFC erhöhen. So gelang dem VfR Fischeln, der sich im gesamten Spiel aufopferungsvoll gegen den übermächtigen Gegner wehrte, in der 37. Minute überraschend der Ausgleich. Einen Alleingang von Sonneveld konnte der Uerdinger Torwart Sascha Samulewicz zwar noch abwehren, beim Nachschuss von Kevin Breuer war er machtlos.

Die zweite Hälfte begann zunächst ohne Szenen vor den Toren. In der 54. Minute brachte KFC-Trainer Eric van der Luer Maik Kuta für Ersan Tekkan. Kuta, Uzun und Nimptsch zwangen VfR-Schlussmann Till Kohnen in der Folge zu weiteren Paraden. Doch auch der VfR hatte die Riesenchance zur Führung. Nach einer Ecke zwang Stefan Linser Samulewicz zu einem Wahnsinnsreflex (78.), Breuer setzte den Nachschuss an den Pfosten. Kurz drauf traf der eingewechselte Jan Lukas Pirschel (80.) zum 2:1 Siegtreffer.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie ist nach dem Rückstand immer wieder durch Konter ins Spiel gekommen. Wenn sie in den vergangenen Wochen immer so aufgetreten wäre, hätten wir mehr Punkte geholt“, sagte Josef Cherfi. Eric van der Luer sagte: „Bei uns ist bei einigen Spielern eine mentale Müdigkeit festzustellen. Wir hatten heute keinen guten Tag, haben aber trotzdem gewonnen. Und das zeichnet eine gute Mannschaft aus.“

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