Uwe Fecht: Der Mann, der Marco Reus scoutete

Uwe Fecht: Der Mann, der Marco Reus scoutete

Einst arbeitete er für Gladbach, jetzt trifft er mit dem KFC auf seinen Ex-Club.

Krefeld. Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel — der KFC Uerdingen erwartet am Samstag (14 Uhr) mit Borussia Mönchengladbach II den aktuellen Tabellenvierten der Regionalliga West. Für KFC-Co-Trainer Uwe Fecht ist das Spiel ein besonderes. „Ich habe drei Jahre lang für Borussia Mönchengladbach gearbeitet und muss sagen, dass der Club sich auf allen Ebenen richtig gut aufgestellt hat“, sagt Fecht im Gespräch mit der WZ. Von 2006 bis 2009 hatte Fecht verschiedene Aufgaben bei der Fohlenelf.

Vom Scout für Jugendmannschaften bis hin zu den Profis, über den Co-Trainer-Posten verschiedener Jugend- und der U 23-Mannschaft bis zum Spielbeobachter hat der 55-Jährige viele Einblicke gewonnen. „Ich war damals auch einer der Scouts, die Marco Reus in seiner A-Jugend-Zeit und der ersten Profisaison bei Rot-Weiß Ahlen beobachtet haben. Damals spielte er noch gemeinsam mit Kevin Großkreutz in Ahlen“, erinnert sich Fecht, der die Zeit bei Borussia Mönchengladbach als sehr lehrreich für seine weiteren Stationen als Trainer und Scout beschreibt.

Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit beim VfL ist Fecht bis heute noch gut mit seinem Ex-Arbeitgeber vernetzt. „Den meisten Kontakt habe ich noch zu Manager Max Eberl, Nachwuchsdirektor Roland Virkus und auch U23-Trainer Sven Demandt“, sagt Fecht, der zu seiner Borussen-Zeit sogar als hauptamtlicher Trainer eingestellt werden sollte. „Das war mir aber ein bisschen zu heiß“, sagt Fecht mit dem Verweis darauf, dass er 32 Jahre als Bankkaufmann gearbeitet hat und diesen Job nicht aufs Spiel setzen wollte.

Nach der Tätigkeit in Mönchengladbach wechselte Fecht als Cheftrainer zur U19 des MSV Duisburg, wo er bis 2011 tätig war, bevor er beim TuS Ennepetal in der Oberliga Westfalen für ein Jahr als Cheftrainer anheuerte. Vor seinem Engagement beim KFC Uerdingen war Fecht eine Saison beim FC Schalke für das Scouting der Jugendabteilungen U 17, U 19 und U 23 verantwortlich. „Daher kenne ich die Regionalliga West und auch die Bundesligastaffeln der Jugendbereiche sehr gut“, sagt Fecht, der sich an der Grotenburg seit dieser Saison die Aufgabe des Cheftrainers mit Murat Salar teilt. Dabei ist Fecht vor allem für die Trainingsgestaltung und auch das Scouting und die Spielbeobachtung zuständig.

Da fällt es Fecht auch nicht schwer, aus dem Stegreif die Stärken von Borussia Mönchengladbachs U23 aufzuzählen. „Sie sind für mich die beste Zweitvertretung der Liga, weil sie technisch und physisch auf einem Topniveau agieren“, sagt Fecht, für den das Duell mit der Gladbacher Borussia aber nur bis zum Anpfiff ein schönes Wiedersehen bleibt. Danach zählen für ihn nur die Punkte mit dem KFC.

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