Uerdinger und Osnabrücker Fans vereint im Protest

Fußball: KFC-Ultras verabreden Boykott

Es formiert sich Protest gegen das Montagsspiel in Osnabrück: Den KFC-Fans ist der Weg zu weit: „Der Zuschauer am TV scheint den Obigen lieber zu sein als der Fan im Stadion.“

Die aktiven Fanszenen des KFC Uerdingen und des VfL Osnabrück haben für das kommende Montagsspiel in Niedersachsen einen 15-minütigen Stimmungsboykott zu Beginn der Begegnung vereinbart. Protestiert werden soll damit laut Aussage der Ultras Krefeld gegen die Ansetzung von Montagsspielen in der 3. Liga. Von den Krefelder Fans hieß es: „Gut 360 Kilometer werden wir am Montag hinter uns lassen, um unser Team zu unterstützen. Wir nehmen Urlaub, nehmen Überstunden, schwänzen Uni oder die Schule, oder machen blau, um das Spiel zu besuchen. Wir tun das, weil wir immer für den Verein da sind. Einige von uns werden allerdings das Spiel nicht live im Stadion verfolgen können. Der Zuschauer am TV scheint den Obigen lieber zu sein als der Fan im Stadion. Daher werden wir unserer Wut über diese Spieltagsansetzung auf unsere eigene Art und Weise Ausdruck verleihen. So viel sei verraten: In den ersten 15 Minuten wird der Support nicht wie gewohnt stattfinden. Die Mannschaft ist bereits im Vorfeld informiert.“

Die Anhänger des VfL Osnabrück, namentlich die Violet Crew, will die gesamte Spieldauer über auf eine lautstarke Unterstützung der eigenen Mannschaft verzichten. „Wir werden nicht das schmückende Beiwerk für Live-Übertragungen sein, die in ihrer Entstehung, Ausgestaltung und Intention den Interessen von uns Fußballfans, die ins Stadion gehen wollen, fundamental entgegenstehen“, heißt es in einer Stellungnahme.

Der DFB hatte die Montagsspiele in der 3. Liga zur aktuellen Spielzeit eingeführt. Bis zu 29 Montagsspiele soll es in der Saison 2018/19 geben. ⇥hoss

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