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Uerdingen lässt Federn im Aufstiegsrennen

Uerdingen lässt Federn im Aufstiegsrennen

Der KFC verliert gegen Remscheid in den Schlussminuten. Nur Sebastian Radtke trifft beim 1:2 in der Fremde.

Krefeld. Diese Niederlage hat besonders weh getan. Aufstiegsaspirant KFC Uerdingen musste sich in der Fußball-Niederrheinliga beim FC Remscheid mit 1:2 geschlagen geben und verlor wichtigen Boden auf den Tabellenführer Ratingen und Verfolger Turu Düsseldorf. Der Rückstand auf den Liga-Primus beträgt nunmehr sieben Punkte.

Während Remscheid über die gesamte Spielzeit in der Defensive auf Fehler der Gäste wartete, war der KFC bemüht, sein Spiel auf tiefem Boden aufzuziehen. Torgefahr war jedoch auf beiden Seiten lange Zeit ein Fremdwort. Ein Banushi-Kopfball (17.), der auf der Linie entschärft wurde, war die einzige nennenswerte Chance der Uerdinger in Hälfte eins. Auf der Gegenseite sorgte Mario Kraft zweimal für Aufsehen - und besorgte im zweiten Versuch die Führung für die Gastgeber. Vorausgegangen war ein Abspielfehler von Stephan Maas im Aufbauspiel, dann rutschte auch noch Torwart Ronny Kockel beim Herauslaufen aus und Kraft schob ein (35.).

Im zweiten Durchgang war der KFC spielbestimmend und erhöhte die Schlagzahl. Torraumszenen gab es nur bei Flanken seitens der Krefelder. Remscheid schraubte die Offensivebemühungen weiter zurück, suchte seine Chance aber über schnell vorgetragene Konter. Einen Sololauf von Stefan Bach parierte Kockel in höchster Not (71.). Dann brachte KFC-Trainer Wolfgang Maes Sebastian Radtke für Banushi - und mit ihm frischen Wind. Der Angreifer erzielte wenig später den umjubelten Ausgleich per Bogenlampe (78.) und machte den KFC-Fans noch einmal Hoffnung auf mehr.

Uerdingen drückte nun und war der Führung nah, doch dann gelang den Gastgebern ein Gegenangriff gegen aufgerückte Krefelder zum 2:1 durch Krasniqi (89.). Niedergeschlagenheit auf der KFC-Bank: "Ich verstehe nicht, warum wir in dieser Saison erst nach Nackenschlägen anfangen, druckvoller zu spielen", sagte ein enttäuschter KFC-Boss Lakis.

Ein schwacher Trost bleibt: Vielleicht können sich die Uerdinger bald über zwei "zusätzliche" Punkte am Grünen Tisch freuen, wenn Tura Duisburg seine Mannschaft tatsächlich vom Spielbetrieb zurückzieht.