Der KFC-Trainer vor dem Duell am Freitag beim 1. FC Magdeburg Krämer und das Wiedersehen

Es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass Stefan Krämer ein ausgewiesener Fachmann des nächsten Gegners sein müsste. Immerhin hat er diese Mannschaft bis zu seiner Entlassung zum 22. Dezember täglich trainiert.

Trainer Stefan Krämer sagt: „Wir müssen stabil stehen.“

Trainer Stefan Krämer sagt: „Wir müssen stabil stehen.“

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

Er kennt die Spieler, ihr Verhalten, ihre Stärken und ihre Schwächen. Was will man mehr?

Einen Geheimagenten werden die Krefelder nicht zwingend in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts entsendet haben. KFC Uerdingen gegen den 1. FC Magdeburg – das ist Krämers alter und neuer Klub gegen Krämers alten Verein. Wahrscheinlich könnte er aus seiner Kenntnis heraus beide Teams am Freitagabend aufstellen, wenn man ihn ließe. Mit der Taktik und Strategie seines KFC dürfte er sich aber begnügen. Krämer freut sich auf die Rückkehr: „Es ist ein cooler Klub. Ich habe in der kurzen Zeit viele enge Bindungen aufgebaut.“ Der Gegner zeige Charakterstärke, viel Einsatzbereitschaft: „Wir müssen stabil stehen, griffig ins Spiel kommen.“

Im Hinspiel in Düsseldorf trotzte er den Uerdingern um seinen heutigen und früheren Assistenten Stefan Reisinger ein 0:0 ab. Danach sprach er davon, der Übergangsmann Reisinger sei ein wahres Trainertalent, er wünschte ihm alles Gute und einen einflussreichen Posten im sportlichen Bereich beim KFC. Nun ist er selbst wieder da. So schnell sieht man sich wieder. In Magdeburg landete Krämer in 20 Ligaspielen sechs Siege. Neunmal aber holte er einen Punkt. Nur fünf Partien gingen verloren. Vor allem die Fankultur in Magdeburg hat es Krämer angetan. Nach Kaiserslautern und Braunschweig hat Magdeburg den höchsten Zuschauerschnitt in der 3. Liga. Über 15 000 Fans pro Heimspiel. Diese müssen nun zu Hause bleiben. Das kann kein Nachteil sein für seine neue Mannschaft des KFC.

An der Seitenlinie trifft Krämer auf den Ex-Uerdinger Claus-Dieter Wollitz, der mit dem Team gegen den Abstieg kämpft. Von 2002 bis 2004 war Wollitz Übungsleiter in 65 Spielen beim KFC. Im vergangenen Jahr ließ er als Trainer von Energie Cottbus eine Pressekonferenz im Anschluss an das Gastspiel beim KFC platzen, weil er gegen die Hire-and-fire-Politik von KFC-Boss Mikhail Ponomarev bei den Trainern protestieren wollte. Kurz zuvor war Frank Heinemann als Cheftrainer abgesetzt und durch Heiko Vogel ersetzt worden. anle

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