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Schiffers gutes Debüt ohne Lohn

Schiffers gutes Debüt ohne Lohn

Torwart kassiert mit dem KFC Uerdingen bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf eine 0:2-Niederlage.

Düsseldorf. Der Mann, der die Blicke auf sich gezogen hatte, bedankte sich noch artig bei den Gästefans im Block. Dann schlurfte auch Felix Schiffer Richtung Kabinentrakt im Paul-Janes-Stadion. Freude über seinen so gut wie fehlerlosen Liga-Einstand im Tor des KFC Uerdingen kam beim 20-Jährigen jedoch nicht auf.

Der Grund: die 0:2-Niederlage der Krefelder bei Fortuna Düsseldorfs U 23. „Meine Leistung zählt ohnehin nicht, wenn wir verloren haben“, sagte der Torwart, der Stammkeeper Robin Udegbe vertrat. Seine Analyse klang schon wie die eines Routiniers: „Wir haben im ersten Durchgang nicht ins Spiel gefunden. Wir können mehr, sind aber hinter unseren Erwartungen geblieben.“

Die sechste Saison-Niederlage war keinesfalls die zwingende Konsequenz einer Düsseldorfer Überlegenheit. Vielmehr waren es die ersatzgeschwächten Uerdinger selbst, die die Fortuna mit zwei folgenschweren Fehlern zu Treffern brachten. Erst konnte Innenverteidiger Rico Weiler einen Schuss nicht klären, die erneute Hereingabe fand den unbehelligten Robin Urban (68.). Nur drei Minuten später verlor Assimiou Toure, der Sebastian Hirsch vertrat, den Ball im Vorwärtsgang. Die aufgerückte Mannschaft kam nicht mehr schnell genug zurück. Julien Rybacki traf zum 2:0, nachdem Schiffer den ersten Versuch eines Fortunen noch pariert hatte.

Diese beiden Szenen reichten, um den Gewinner in einem an Höhepunkten armen Spiel zu ermitteln. Ein spielerisches Gütesiegel verdiente sich wahrlich keine Mannschaft. Fehler bei der Ballweitergabe machten es beiden Defensiven leicht zu intervenieren. Beim KFC ging zu wenig Torgefahr vom Mittelfeld aus. Im Spielaufbau sahen die 436 Zuschauer viele lange Bälle, die wegen der aufmerksamen Düsseldorfer schwer zu verarbeiten waren. Die langen Bälle waren laut KFC-Trainer Murat Salar jedoch ein gewolltes Stilmittel, um das Pressing der Fortuna zu überspielen. „Bei den beiden Fehlern vor den Gegentoren sind wir dann aber leider in die Falle getappt“, gestand Salar.

Die beste Uerdinger Chance vergab Dominik Oehlers (60.). Weitere nennenswerte Torraumszenen ergaben sich nicht. Einem Abstauber-Tor von Kofi Schulz zum möglichen 1:2 nach einem Freistoß Weilers verweigerte Schiedsrichter Andreas Steffens die Anerkennung wegen einer Abseitsstellung. Und so musste Salar eine Niederlage erklären: „Die Jungs wollten, aber wir haben einiges nicht umsetzen können. Unsere Rückwärtsbewegung bei Ballverlust muss besser werden“, so der Coach. Torwart Schiffer stellte er ein gutes Zeugnis aus. Das wird der 20-Jährige gerne hören.