Randale im Stadion

14 Verletzte nach Ausschreitungen beim Fußballspiel der sechsten Liga zwischen Germania Ratingen und KFC Uerdingen.

Ratingen. Spielabbruch, mehrere verletzte Fans und ein Vereinspräsident beim Notarzt — das ist die Bilanz schwerer Ausschreitungen bei einem Fußballspiel am Samstag in der Niederrheinliga zwischen Germania Ratingen und dem KFC Uerdingen.

Die Spitzenpartie musste in der 73. Minute vom bundesligaerfahrenen Schiedsrichter Christian Bandurski abgebrochen werden, nachdem Uerdinger Anhänger randalierten und ihren eigenen Ordnungsdienst angriffen.

Daraufhin griff die Polizei ein und versuchte der Lage durch den Einsatz von Pfefferspray Herr zu werden. Die Chaoten ließen sich davon aber nur wenig beeindrucken und attackierten auch die Polizei. Die Situation hatte sich in den Minuten zuvor hochgeschaukelt. Unter die Ratinger Anhänger hatten sich einige gewaltbereite Fans von Fortuna Düsseldorf gemischt.

Sie hatten sich im Vorfeld über das Internet mit eindeutigen Hinweisen auf ihre Gewaltbereitschaft verabredet. Bereits während der ersten Hälfte versuchten sie die Uerdinger Anhänger zu provozieren. Dann zündeten die Fortuna-Fans eine Rauchbombe und ein Bengalisches Feuer. Die Uerdinger begannen gegen die Werbebanden am Spielfeldrand zu treten. Nach der Ratinger 2:1-Führung in der 68. Minute rasteten sie komplett aus.

Bis zu 80 Beamte wurden laut Polizei eingesetzt, um die Schlägereien und Ausschreitungen zu unterbinden. Insgesamt seinen 14 Personen verletzt worden. Im Stadion waren etwa 500 Besucher. Uerdingens Präsident Lakis, der vor dem Fanblock die Gemüter beruhigen wollte, wurde von Pfefferspray getroffen und musste zum Notarzt begleitet werden.

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