Polizei wertet KFC-Partie als Risikospiel

Spiel gegen Hansa: Anreisechaos vor KFC-Spiel gegen Rostock befürchtet

Die Polizei wertet die KFC-Partie als Risikospiel. Der Fußballverein rät allen Heimfans nach Absprache mit der Polizei, mit dem Auto nach Duisburg zu fahren.

Die Polizei im Ruhrgebiet steht am Wochenende vor einer Mammutaufgabe. Im Umkreis von 30 Kilometern laufen drei Fußballspiele, deren Fanaufkommen es in sich hat. Der KFC Uerdingen tritt um 14 Uhr in Duisburg gegen Hansa Rostock an. Anderthalb Stunden später steigt in Gelsenkirchen das Derby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund und ebenfalls um 14 Uhr trägt Rot-Weiss Essen sein Heimspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn aus.

Die Fans aus Krefeld, Rostock, Essen, Gelsenkirchen und Dortmund sollen möglichst getrennt werden. Damit es am Duisburger Hauptbahnhof im Rahmen der Drittligapartie zwischen dem KFC und Hansa Rostock nicht zu Zwischenfällen kommt, rät der Krefelder Fußballverein seinen Anhängern, mit dem Auto zum Spiel in die Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena zu fahren. „Das ist das, was wir aus der Sicherheitsbesprechung mit der Polizei mitgenommen haben“, sagt KFC-Pressesprecher Jan Filipzik.

1500 Anhänger aus Rostock werden am Samstag erwartet

Weil die Polizei derzeit noch nicht absehen kann, wann genau die rund 1500 Gästefans aus Rostock, die bislang eine Karte für das Spiel erworben haben, am Samstag mit dem Zug in Duisburg eintreffen werden, sollen die Anhänger des KFC von vornherein davon abgehalten werden, mit der Bahn anzureisen. „Wer dennoch mit dem Zug anreisen will, muss mit erheblichen Verzögerungen am Hauptbahnhof in Duisburg rechnen und wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu spät ins Stadion kommen“, sagt Filipzik.

Vom Bahnhof aus sollen die Gästefans mit der S-Bahn-Linie Richtung Duisburg-Schlenk zum Stadion gebracht werden. KFC-Anhänger, die mit der gleichen S-Bahn Richtung Stadion fahren, müssten nach WZ-Informationen am Duisburger Bahnhof warten. Die aktive Fanszene des KFC hat trotz der Empfehlung des Vereins bereits angekündigt, mit dem Zug zum Spiel gegen Rostock kommen zu wollen.

Daraufhin schrieb der Krefelder Verein bei Facebook, dass der Duisburger Bahnhof am Samstag für mehrere Stunden gesperrt würde. Eine Aussage, die bei den zuständigen Polizeistationen in Duisburg und Krefeld am Dienstag niemand bestätigen konnte. Der KFC-Fanbeauftragte Matthias Finken warnte unabhängig vom Anreiseweg davor, dass KFC-Anhänger auf ihre Fanutensilien Acht geben sollten. Das heißt: Sie sollten zum Beispiel auch mal den Schal unter der Jacke tragen.

Das Spiel wird bei der Polizei nach Angaben des KFC-Pressesprechers als Risikospiel gewertet. Wie viele gewaltbereite Fans am Samstag in Duisburg von beiden Lagern erwartet werden, beantwortete die Polizei gestern auf Nachfrage nicht.

Dass die Anreise an diesem Samstag mit dem Auto erfolgen soll, habe laut Jan Filipzik keinen Nachteil auf die vom KFC als „Stadtwette“ titulierte Aktion, mit der der Verein versucht, mehr als 7000 Besucher ins Stadion zu locken. Am Montagabend gab der Verein bekannt, dass bislang 3872 Tickets im Vorverkauf für die Partie weggingen.

Eine Tageskasse für Gästefans soll voraussichtlich nicht geöffnet werden. Am Montag rief die Fanszene aus Rostock dazu auf, auch ohne Karte nach Duisburg zu fahren.

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