Fußball : Der Spieler und Co-Trainer

Kevin Großkreutz ist Profi beim KFC - und widmet sich nun auch noch einem Dortmunder Landesligisten.

Kevin Großkreutz ist ein Dortmunder Jung. So nennen die Anhänger von Borussia Dortmund die Ihren, wenn sie einen Fußballer ins Herz geschlossen haben - und der Spieler im Umkehrschluss auch den Verein und die Stadt Dortmund. Im besten Fall stammt der Spieler auch gleich noch aus der Westfalenmetropole. Großkreutz wurde vor 30 Jahren in Dortmund geboren, er stand als Fan selbst auf der Südtribüne und feuerte seinen BVB an, später rannte er unten dem Rasen rauf und runter. Und trotz seiner Profilaufbahn mit Stationen in Stuttgart, Darmstadt, Istanbul und Uerdingen ist er irgendwie immer ein Dortmunder Jung geblieben. Nun hat sich der Weltmeister von 2014 entschieden, neben seinem Hauptberuf als Fußballer des Drittligisten KFC Uerdingen noch Co-Trainer beim Dortmunder Landesligisten VfL Kemminghausen zu werden. So berichten es die Medien übereinstimmend.  Sein Freund Reza Hassani ist seit kurzem dort Cheftrainer. Gegenüber den Ruhrnachrichten spielte er seine eigene Rolle herunter: „Reza ist verantwortlich, da ich will ich mich gar nicht aufspielen.“

Wie viel Zeit der Rechtsverteidiger Großkreutz für sein neues Hobby unter der Woche auftreiben kann, ist jedoch offen. Klar ist, dass der Familienvater weiter in Dortmund lebt. KFC-Trainer Stefan Krämer sagt: „Wenn er sich in seinem Heimatverein in seiner freien Zeit engagieren möchte, ist es okay. Der Hauptfokus sollte aber auf dem KFC liegen.“

Ein Virus legt sechs
KFC-Spieler lahm

Zu nah sollte er seinen Kemminghausener Spielern, aber vor allem auch seinen Uerdinger Mitspielern derzeit nicht kommen. Denn vor dem Pokalspiel am Mittwochabend bei den Sportfreunden Baumberg hat es Kevin Großkreutz erwischt. Eine Viruserkrankung zwingt ihn, aber auch andere Mitstreiter wie Lucas Musculus, Maurice Litka, Lukas Schelenz, Tanju Öztürk und den schon länger laborierenden Christian Dorda zu einer Zwangspause. Torwart René Vollath wird weiter mit seiner Sehnenreizung aussetzen. Der starke Oberligist, aber auch die schwachen Eindrücke seiner Reservisten, die in der Pokalrunde in Süchteln nur knapp einer Blamage entgangen waren, hat Krämer dazu bewogen, das bestmögliche Team aufzubieten: „Alle Gesunden gehören zum Aufgebot.“

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