Nach Kockel-Kündigung: KFC redet A-Jugend ins Gewissen

Nach Kockel-Kündigung: KFC redet A-Jugend ins Gewissen

Spieler erbeten sich Bedenkzeit. Neuer Trainer schon am Dienstag?

Krefeld. Beim KFC Uerdingen herrscht derzeit Redebedarf in der Jugendabteilung. Nach der fristlosen Kündigung von Jugend-Coach Ronny Kockel, die allerdings nichts mit seiner Trainertätigkeit zu tun hatte, drohten die A-Jugend-Spieler, zukünftig nicht mehr für den Verein auflaufen zu wollen.

Deshalb trafen sich am Montagabend KFC-Präsident Lakis und Jugendvorstand Andreas Scholten (Archivfoto: samla) mit der Mannschaft, um die entstandenen Differenzen auszuräumen. Der Dialog zwischen Vorstand und Mannschaft in den Katakomben der Grotenburg dauerte gut eine Stunde. „Es war eine offene Diskussion, in der es viele Frage von Seiten der Spieler gab“, sagte Andreas Scholten gegenüber der WZ. Lakis hatte der Mannschaft, die derzeit in der Niederrheinliga Rang sieben belegt, erklärt, wie die zukünftigen Planungen mit einem neuen Trainer umgesetzt werden sollen. Gleichzeitig sprach Lakis den Spielern ins Gewissen, dass sie für den Verein und nicht für den entlassenen Ronny Kockel spielen würden. Die Mannschaft, die fast vollständig erschienen war, verließ nach der Gesprächsrunde zügig und wortlos die Kabinen. Von den Verantwortlichen ist den Spielern eine Bedenkzeit eingeräumt worden, ob man den Spielbetrieb aufrecht erhalten will oder nicht.

Wie die Zukunft für die A-Jugend genau aussehen soll, blieb damit zunächst unklar. Namen von Trainern oder deren Anforderungsprofile wollte Scholten nicht nennen. „Die Gespräche sind noch nicht beendet. Wir haben bisher lediglich eine Vorauswahl aus den möglichen Kandidaten getroffen. Wir und die Spieler wissen noch nicht, wer zukünftig Trainer werden wird“, erklärte der Jugendvorstand. Klar ist indes, dass der neue Coach eine A-Lizenz besitzen wird, mehrere Übungsleiter mit einer entsprechenden Ausbildung haben sich jedenfalls angeboten. Noch in dieser Woche soll bekanntgegeben werden, wer der neue A-Jugendtrainer werden wird. Nach WZ-Informationen soll bereits am Dienstag ein Gespräch mit einem Favoriten geführt werden und eine Entscheidung fallen.

Bei den Profis hat Monir Ibrahim am Montag seinen Vertrag beim KFC endgültig aufgelöst und steht vor einem Wechsel zum Landesligisten VfL Tönisberg.

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