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KFC Uerdingen: Michael Boris: "Es gibt schönere Montage"

KFC Uerdingen : Michael Boris: "Es gibt schönere Montage"

Der KFC-Trainer arbeitet das 0:5-Debakel in Wuppertal relativ unaufgeregt auf — Videoanalyse, Regeneration und heute frei.

Krefeld. Der erste Arbeitstag der Woche war für KFC-Cheftrainer Michael Boris kein angenehmer. Es war der Tag eins nach dem KFC-Debakel an der Wupper. „Es gibt schönere Montage als diesen“, sagt der 40-Jährige.

Aufarbeitung steht an. Die beginnt mit einem Blick zurück auf diese schlimme Darbietung in Wuppertal. Nach 31 Spielminuten habe Michael Boris auf die Uhr geguckt. „Ich konnte es nicht glauben“, sagt der KFC-Trainer. Drei Treffer waren zu diesem Zeitpunkt bereits für die Gastgeber gefallen. Das Übel nahm seinen Lauf. Jeder Patzer war gleich folgenschwer.

Den 4000 Zuschauern bot sich eine nahezu groteske Vorstellung im Duell der beiden Aufstiegsfavoriten. Dass das Ergebnis nicht das wahre Kräfteverhältnis auf dem Feld spiegelte — geschenkt. Die nackten Zahlen: 0:5. „Die haben uns nicht an die Wand gespielt. Wir machen das 1:1 nicht, weil Idrissou mit einem langen Bein verteidigt wird. Mit dieser letzten Konsequenz hätten wir auch abwehren sollen. Auch mal Gras fressen. Da dürfen wir uns nicht zu schade sein“, sagt Boris, der die Tore Montag bei einer Videoanalyse noch einmal vorführte. „Wir hatten uns noch etwas für die zweite Hälfte vorgenommen. Und gleich der erste Konter ist wieder drin“, sagt Boris.

Ob Torwartfehler, ein falsches Verhalten der Mauer beim Freistoß zum 0:2 oder Innenverteidiger Kris Thackray, der einen Ball unterläuft — derart viele individuelle Fehler hatte sich der KFC in den Spielen zuvor nicht geleistet.

Trainer Boris ist überzeugt: „Die Mannschaft hat einen guten Charakter und eine gute Mentalität. Wir müssen uns nach diesem Ergebnis jetzt stellen.“ Von einer heilsamen Lektion, wie es manche Trainerkollegen nach hohen Niederlagen gerne propagieren, will Boris nichts wissen. „Das sind doch Floskeln.

Wir hatten uns vorgenommen, gar kein Spiel zu verlieren.“ An der Ehre gepackt fühlte sich unmittelbar nach dem Spiel Kapitän Timo Achenbach: „Wir haben auf die Fresse bekommen. Die Mannschaft wird am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen.“ Montag Videoanalyse und Regeneration, Dienstag trainingsfrei. Am Mittwoch beginnt die Einschwörung auf den SC Kapellen (14 Uhr).