Maxsö und Guenouche kommen - KFC Uerdingen gelingen Transfer-Coups

Zwei Neue : KFC Uerdingen gelingt Coup auf dem Transfermarkt

Der KFC Uerdingen verpflichtet mit Andreas Maxsö einen international erfahrenen Innenverteidiger vom FC Zürich. Dazu kommt noch ein weiteres Talent.

Der Ausblick, atemberaubend. Die Luft, klar. Die Ruhe, wohltuend. Die Bedingungen im Trainingslager des KFC Uerdingen, sie könnten vermutlich kaum besser sein. Auf der Vereinsanlage des SC Ikarus Pfarrwerfen lässt Cheftrainer Heiko Vogel seine Spieler seit Dienstagmittag mächtig schwitzen. Grundlagen, Ausdauer, Taktik: Die Saisonvorbereitung ist kurz. Alles muss passen, damit die Krefelder auf den Punkt bereit sind. Bereits am 20. Juli beginnt für den KFC die neue Drittliga-Saison mit einem Heimspiel gegen den Halleschen FC. Danach folgen das Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des FC Bayern München und die Heimpartie gegen die SpVgg Unterhaching. Kein leichter Aufgalopp. Vogel nimmt es sportlich. „Wir können nichts dran ändern, spielen müssen wir sowieso gegen jedes Team.“

Andreas Maxsö spielte bereits in der Europa League

Der Cheftrainer zeigt sich in Österreich locker. Was vor allem daran liegen dürfte, dass dem KFC mit der Verpflichtung von Andreas Maxsö ein echter Top-Transfer gelungen ist. Der 25-Jährige ist Innenverteidiger, kommt vom FC Zürich und spielte schon für diverse Jugendmannschaften seines Heimatlandes Dänemark. „Er wird unser Team noch einmal entscheidend verstärken. Er hat eine besondere Klasse, ist spielerisch stark und sehr robust.“ Und auch Mikhail Ponomarev konstatiert: „Ich bin überzeugt davon, dass er eine Bereicherung für das Team und den Verein sein wird und freue mich, dass er sich für uns entschieden hat.”

Der 1,90 Meter große Däne absolvierte in der vergangenen Saison 28 Liga-Spiele für den FC Zürich, dazu kamen fünf weitere Einsätze in der Europa League. Maxsö absolvierte insgesamt 20 Länderspiele für die dänische U21-Nationalmannschaft. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro spielte Maxsö mit der dänischen Mannschaft unter anderem gegen das brasilianische Team um Superstar Neymar.

Und weil die Kontakte zum FC Zürich derzeit besonders gut scheinen, in der vergangenen Winterpause kam bereits Mittelfeldspieler Roberto Rodriguez vom Schweizer Erstligisten, legte der KFC am Mittwoch gleich nach und verpflichtete Hakim Guenouche – ebenfalls vom FC Zürich. Der 19-jährige Linksverteidiger erhält einen Zweijahresvertrag.

In den Vormittagseinheiten lässt Trainer Heiko Vogel die Mannschaft ordentlich schwitzen. Für die „Wasserversorgung“ ist Betreuer Andreas Bosheck zuständig. Foto: Ja/Steffen Hoss

Ponomarev wird entscheidend mitgewirkt haben an den beiden Transfers. Der KFC-Boss weilte bis Mittwoch bei der Mannschaft und wird in den kommenden Tagen auch wieder zum Team stoßen. Ponomarev, das ist jetzt schon offensichtlich im Vergleich zur vergangenen Saison, sucht die Nähe zum Team. Der Investor verpasst kaum eine Trainingseinheit seiner Spieler und steht in ständigem Austausch mit Geschäftsführer Niko Weinhart und dem Trainerteam.

Mannschaft hat Wechselrochaden gut verkraftet

Es scheint Ruhe eingekehrt zu sein beim KFC nach den turbulenten Wochen der vergangenen Rückrunde. Das strahlt sich derzeit auch auf die Mannschaft aus, die mit bislang überzeugenden Auftritten in den Testspielen den Anschein macht, die erneuten Wechselrochaden gut verkraftet zu haben. Mit den beiden Zugängen scheint Vogel zwei bis vor dem Trainingslager vorherrschende Probleme gelöst zu haben. Nach dem Abgang von Mario Erb bestand auf der Innenverteidigerposition Handlungsbedarf. Noch akuter war dieser auf der Linksverteidigerposition. Beide Baustellen konnten am Mittwoch geschlossen werden. Die Vorbereitung auf die neue Saison kann jetzt richtig beginnen.

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