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KFC Uerdingen: Lakis: Aufstieg ist außer Sichtweite

KFC Uerdingen : Lakis: Aufstieg ist außer Sichtweite

Die Punkte fehlen, die Unzufriedenheit wächst — und das Bemühen schnell wieder in die Erfolgsspur zu kommen beim KFC Uerdingen.

Krefeld. Die 0:1-Pleite des KFC Uerdingen in Schonnebeck hat beim Aufstiegskandidaten erhöhten Gesprächsbedarf geweckt. Der Fußball-Oberligist ist vom Kurs abgekommen, liegt sieben Punkte hinter Spitzenreiter Wuppertaler SV.

Die Form, die die Mannschaft von Trainer Michael Boris im Spätherbst gezeigt hatte, als sie sogar in Serie gewann, war in den vergangenen beiden Begegnungen nach der Winterpause nicht zu erkennen. Gestern berieten sich Vorstand und Sportliche Leitung. KFC-Boss Lakis hatte schon im Anschluss an das Spiel in Essen klare Worte gefunden:

„Wir haben eine Negativserie, wenn man das Testspiel in Nettetal noch mit hinzunimmt. Auch in Gladbach haben wir schlecht ausgesehen. Ich weiß nicht, was wir im Training machen, wenn man davon sonntags nichts sieht.“

Man muss kein großer Analytiker sein, um diesen Satz in Richtung des Trainers Michael Boris zu interpretieren. Der Präsident ging sogar noch weiter: „Wir haben sieben Punkte Rückstand, durch das schlechte Torverhältnis sind es eigentlich acht. Wir müssen nichts schönreden. Vom Aufstieg brauchen wir momentan nicht reden. Der ist außer Sichtweite.“

Gestern bat Lakis den Sportlichen Leiter Horst Riege in sein Büro. Wo stehen wir? Was kann man verbessern? Details des Gesprächs wollte der KFC-Boss nicht preigeben. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen soll ohnehin erst nach einem Treffen mit Vorstandsmitglied Mikhail Ponomarev fallen.

Dieser verließ nach dem 0:1-Rückstand am Sonntag das Stadion in Schonnebeck. Lakis: „Es gibt keine Panik. Wir haben ein wichtiges Spiel verloren, aber wir stehen noch nicht vor einem Endspiel.“

Der KFC hat sich personell in der Winterpause verstärkt, kann und will nun nicht mehr nachfassen. Der Sportliche Leiter Horst Riege sagt: „Wir haben Vertrauen in den Kader. Wir müssen aber selbstbewusster und mannschaftlich geschlossener auftreten. Die Fans wollen ein Team sehen, das das Spiel nach vorne trägt.

Die Leidenschaft muss rüberkommen. Unsere Auswärtsbilanz ist nicht gut.“ Noch einmal einwirken auf das Team, noch einmal einschwören. Riege: „Wir werden jede Möglichkeit besprechen, um das Beste für den KFC herauszuholen.“

Im Leistungssport erhofft man sich als letzte Möglichkeit, durch einen Trainerwechsel zu helfen, um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben.

Michael Boris galt im vergangenen Sommer als Wunschkandidat beider Vorstandsmitglieder Lakis und Mikhail Ponomarev. Aus den jüngsten Äußerungen Lakis’ war aber auch Kritik an der Arbeit des Trainers herauszulesen. Beide beraten sich. Beide müssen sich abstimmen, wie es weitergeht. Einen Alleingang kann und wird es nicht geben.