Kommt Edvinas Girdvainis aus Litauen? Das sagt der KFC Uerdingen

Fußball : Kommt Edvinas Girdvainis aus Litauen? Das sagt der KFC Uerdingen

Selim Gündüz sorgt für Sieg im ersten Testspiel des Fußball-Drittligisten. Der Dauerreservist trifft zum 1:0-Erfolg in Dortmund. Kommt ein Verteidiger aus Litauen?

Lange hatte man seinen Namen nicht mehr gehört oder gelesen. Doch beim ersten Testspiel des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen in 2020 tauchte er wieder an prominenter Stelle auf. Selim Gündüz hieß der Siegtorschütze der Krefelder beim 1:0-Erfolg gegen die U23 von Borussia Dortmund im ersten Vorbereitungsspiel des neuen Jahres. Der Dauerreservist gehörte beim Test gegen den Regionalligisten auf dem Trainingsgelände des BVB zu den auffälligsten Uerdingern und zu einer großen Anzahl an KFC-Spielern, die in der jüngeren Vergangenheit hinten anstanden. „Jeder war engagiert, dazu hat sich niemand zusätzlich mehr verletzt. Es war ein guter Start ins neue Jahr“, sagte Trainer Daniel Steuernagel. Teamchef Stefan Reisinger bilanzierte: „Es ist für Selim natürlich auch schön, ein Tor zu machen. Das Team, das heute gespielt hat, wird so ja nicht noch einmal zusammenspielen.“ Jean-Manuel Mbom, der die Mannschaft im ersten Durchgang als Kapitän aufs Feld geführt hatte, meinte: „Es war ein guter Test. Der Gegner spielt ja einen guten Fußball. Es war für jeden eine Möglichkeit, sich zu zeigen. Jeder hat hundert Prozent gegeben.“

KFC soll sich mit litauischem Innenverteidiger einig sein

Einem Medienbericht zufolge ist sich der KFC mit dem litauischen Innenverteidiger und Erstligaspieler Edvinas Girdvainis (26) einig. Das wollte Geschäftsführer Nikolas Weinhart jedoch nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren: „Es gibt dazu noch nichts zu sagen.“ Auch von Trainer und Teamchef war nichts anderes zu hören. Fix sei der Transfer jedenfalls noch nicht. Einen Vollzug meldete der Klub bis Dienstagabend nicht. Reisinger und Steuernagel gaben im ersten Test der Vorbereitung den Akteuren ihre Einsatzzeit, die in den zurückliegenden Wochen wenig bis gar nicht mitwirken durften. Adriano Grimaldi bildete die Sturmspitze. Robin Udegbe stand zwischen den Pfosten.

Oliver Steurer und Mbom begannen als Innenverteidiger. Kevin Großkreutz war nach langer Zeit mal wieder als rechter Außenverteidiger zu sehen. Die Position, die der Ur-Dortmunder im Spätsommer an Alexander Bittroff verloren hatte. Boubacar Barry kehrte nach seiner Schulterverletzung wieder zurück und wusste offensiv auf seiner rechten Seite Akzente zu setzen. Etliche Spieler, darunter die meisten Stammspieler, aber waren erst gar nicht dabei. Die Liste der Ausfälle war unverändert lang im Vergleich zum Trainingsauftakt am Samstag. Auch Präsident Mikhail Ponomarev und Geschäftsführer Weinhart waren nach Dortmund gereist, um sich die Probe auf dem Trainingsgelände des BVB aus nächster Nähe anzuschauen.

Gäste kontrollieren
lange Zeit die Partie

Der ersten Torannäherung des KFC ging eine Flanke von Gündüz voraus, der in der ersten Saisonhälfte ein Schattendasein gepflegt hatte. Tobias Rühle, hinter Grimaldi aufgeboten, brachte den Ball aufs Tor. Kein Problem jedoch für BVB-Torwart Jan-Pascal Reckert. Lange Zeit kontrollierten die Krefelder die Partie. Der Drittligist ließ den Ball laufen, war aber im entscheidenden Feldabschnitt nicht zwingend genug. Gündüz wusste offensiv Akzente zu setzen im ersten Durchgang. Erst aber verpasste er noch knapp das Tor. In der 37. Minute aber ließ er im Strafraum einen Verteidiger aussteigen und schob ein – 1:0.

Zur Pause brachte der KFC Adam Matuschyk, der Mbom als Innenverteidiger ablöste. Nach einer Stunde kamen die letzten drei Einwechselspieler zum Einsatz. Philipp Bachmeier ersetzte Udegbe. Auch die A-Junioren Hüseyin Aflaz und Niklas Zass für Rühle und Ibrahimaj erhielten Spielpraxis, vor den Augen von Jugendkoordinator Patrick Schneider, der ebenfalls den Weg nach Westfalen angetreten hatte. Die Partie verlief ohne große Torraumszenen. Zwar musste Bachmeier gleich mal nach einem Schuss von Joseph Boyamba abtauchen, doch blieben die Krefelder in der Regel Herr der Lage gegen die jungen Dortmunder.

Offensiv blieb der KFC jedoch streckenweise ungefährlich. Sturmspitze Grimaldi konnte wenige Akzente setzen. Torchancen waren eine Seltenheit. Gute Ansätze zeigte Barry, der auf den Seiten für Bewegung sorgte, jedoch das 2:0 verpasste, als ihm Gündüz einen langen Ball in den Lauf servierte. Barry lief das Tor zu seitlich an, scheiterte am Torhüter. Am späteren Sieg des KFC änderte das aber nichts mehr.