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Kommentar: Ponomarev und die Aussichtslosigkeit auf Erfolg

Kommentar : Ponomarev sieht beim KFC keine Chance auf Erfolg

Es gab Tage, da spielten die überbordenden Emotionen Mikhail Ponomarev einen Streich. Ex-Trainer Norbert Meier kann ein Lied davon singen, als er den Zorn des KFC-Präsidenten auf Twitter abbekam. Doch die Zeiten, in denen Mikhail Ponomarev sich die Entwicklungen beim KFC Uerdingen zu Herzen nimmt, sind vorbei.

Aufgeräumt, fast erleichtert wirkte der KFC-Präsident, als er am Sonntag bekanntgab, seine Anteile am Club möglichst schnell verkaufen zu wollen. Ponomarev übergibt den KFC in andere Investorenhände. Sein Erfolgsmodell ging zwei Jahre lang auf, seit dem Aufstieg in die 3. Liga ist die Leistungskurve des KFC aber stark abgeflacht. Der Weg in die 2. Bundesliga ist noch weit. Auch weil der Verein sich neben dem Platz trotz der Klassensprünge nie entwickelte. Investiert wurde vornehmlich nur in Beine, nicht in Steine. Einen hohen zweistelligen Millionenbetrag hat Ponomarev in vier Jahren beim KFC ins Team gesteckt. Den Aufstiegsweg hat dieses aber auch im dritten Jahr in Folge nicht eingeschlagen.

Ponomarev sieht keine Aussichten auf Erfolg mehr. Die Corona-Pandemie und die aus seiner Sicht fehlende Unterstützung von Seiten der Stadt machen es ihm einfach, jetzt zu gehen. Irgendwo wartet ein neues Projekt. Dann werden die Bedingungen womöglich andere, einfachere sein für Mikhail Ponomarev. Ohne Zukunftsplan in der Tasche wird der russische Unternehmer Krefeld nicht den Rücken kehren. Was sicher in Erinnerung bleiben wird, sind die beiden Aufstiege. Über vieles Weiteres möchte man aber den Mantel des Schweigens legen.

Do svidaniya, Herr Ponomarev (Auf Wiedersehen).