Knackt der KFC das Bollwerk von Turu?

Knackt der KFC das Bollwerk von Turu?

Der Krefelder Niederrheinligist empfängt am Freitag den Spitzenreiter Turu Düsseldorf.

Krefeld. Spannung ist geboten, wenn der Fußball-Niederrheinligist KFC Uerdingen am Freitagabend (19 Uhr) auf Tabellenführer Turu Düsseldorf trifft. Die Gäste aus der Landeshauptstadt gelten als einer der heißesten Aufstiegsaspiranten - und haben ihrem Ruf als abgeklärte und ballsichere Mannschaft bislang alle Ehre gemacht. Erst vier Gegentore hat das Bollwerk der Liga aus Oberbilk zugelassen.

Auf den KFC, der mit einem Spiel mehr und drei Punkten Rückstand auf Rang drei hinter Düsseldorf und Oberhausen rangiert, wartet eine schwere Aufgabe. "Wir dürfen jetzt bloß keinen weiteren Boden auf Turu verlieren", sagt KFC-Angreifer Jochen Höfler, dessen Torinstinkt heute gegen die beste Abwehr der Liga gefragt ist.

KFC-Trainer Peter Wongrowitz muss nach der schweren Verletzung von Michael Lorenz in der Verteidigung umstellen. Franck Njambe soll die Rolle in der Innenverteidigung übernehmen. Manchmal geht es eben im Fußball schnell. Nun soll der 22-jährige Edelreservist den kaltschnäuzigen Düsseldorfer Lopez-Torres stoppen.

Ob der genesene Linksverteidiger Bastian Pinske wieder zur ersten Elf gehört, wollte der Coach erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Veränderungen in der Startformation zur Vorwoche hielt sich Wongrowitz offen. Igor Bendovskyi, Stefan Hoffmann und Kosi Saka könnten als "Alleskönner" auf mehreren Positionen eingesetzt werden.

"Wir brauchen einige kopfballstarke Spieler auf dem Platz. Vor allem aber müssen wir körperlich präsenter sein. Fußballerisch gehören wir ohnehin zu den besten Teams der Liga", sagte Wongrowitz, dem die erste Hälfte aus dem Hiesfeld-Spiel noch in schlechter Erinnerung war. An der ordentlichen Einstellung zum Spiel wird es den KFC-Spielern mit Sicherheit nicht mangeln. Gerne denkt der KFC-Trainer noch an den Auftritt bei RW Oberhausen. Zwar verlor Uerdingen das Spitzenspiel, sammelte aber bis zum Rückstand gegen einige zweitligaerprobte Oberhausener Bestnoten.

Viele Chancen wird der KFC am Freitagabend nicht vor dem gegnerischen Tor bekommen, das weiß auch Jochen Höfler: "Wir brauchen auch ein wenig Glück, aber das müssen wir uns erarbeiten." Kein Nachteil dürfte es für den KFC sein, dass Turu auf seinen bislang besten Akteur, den Sechser Stephan Bork, verzichten muss.

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