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Oberliga Niederhein: KFC — zu wenig Druck über links

Oberliga Niederhein : KFC — zu wenig Druck über links

Die Uerdinger möchten ihre Gegner in die Zange nehmen. Aber richtig gefährlich ist der Oberligist nur über die rechte Angriffsseite.

Krefeld. Kandidaten für den Stammplatz auf der linken Außenbahn hat es beim KFC Uerdingen in dieser Saison schon mehrere gegeben. Sei es der Japaner Takehiro Kubo, der eigentlich als Spielmacher geholte Florian Abel, der flinke Walid Sekkour, der im Winter verpflichtete Pascal Schmidt oder Reservist Jerome Manca — sie alle haben schon den offensiven Part auf dem linken Flügel bekleidet. Dauerhaft festgespielt hat sich niemand.

Die linke Seite bildet damit einen Kontrast zur rechten Seite, wo der frühere Zweitligaspieler Silvio Pagano reüssiert. Pagano, ein schneller, fintenreicher Mann mit Abschlussqualität, zieht immer wieder in den Strafraum, ist ein Aktivposten, Vorbereiter und ständiger Unruheherd. Unterstützung erhält er von den laufstarken Sebastian Hirsch oder Tobias Gerstmann hinter ihm.

Eine Flanke, die ordentlich Druck machen kann. Diese Gefahr wünscht sich KFC-Trainer Jörn Großkopf, der das Ungleichgewicht schon nach dem Bocholt-Spiel ansprach, nun auch morgen im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg U 23 über die linke Seite. „Es ist wahrscheinlich, dass wir eine andere Formation wählen, um links mehr Druck zu erzeugen. Dazu werde ich mir die letzten Trainingseindrücke anschauen und vor dem Spiel entscheiden. Wir haben dort viele Möglichkeiten“, so Großkopf.

Mehr Überraschungsmomente besitzen, nicht zu leicht auszurechnen sein. Wie ein Zangengriff würde der Angriff im Idealfall funktionieren. Das ist der Plan für die kommenden Wochen. Timo Achenbach, der seit dem Kapellen-Spiel als Innenverteidiger agiert, früher aber als linker Außenverteidiger auch Angriffe mit seinen Flankenläufen unterstützen konnte, soll nach Aussage Großkopfs in der Zentrale bleiben: „Er hat als Innenverteidiger sehr gut gespielt. Er ist ein Eckpfeiler, der von dort auch die Mitspieler lenken kann.“

Walid Sekkour bildete dafür zuletzt den linken Außenverteidiger. Für die Abwehr hat Großkopf ebenfalls Varianten. Ioannis Alexiou drängt zurück ins Team. Der KFC-Trainer sagt: „Er hat sehr gut trainiert und ist eine Alternative für die erste Elf.“ Armand Drevina wurde für seine Tätlichkeit im Bocholt-Spiel für vier Spiele gesperrt. Fabio Fahrian und Patrick Ellguth dürften also wieder im defensiven Mittelfeld beginnen.

Angeschlagen meldeten sich Torwart Daniel Schwabke und Stürmer Mohamadou Idrissou zum Dienst. Letztere Nachricht könnte auch eine Chance für Danny Rankl werden. Der Mittelstürmer, der mit Bestnoten im Januar zum KFC gekommen war, will sein Können beweisen und sein erstes Pflichtspiel-Tor für Uerdingen erzielen. Wenn nicht morgen, dann vielleicht am Mittwoch gegen Rot-Weiß Oberhausen. Auf den KFC warten nun immerhin zwei Englische Wochen in Folge. Da dürfte es auch die eine oder andere Rotation geben.