KFC und der erschreckende Abwärtstrend

Fußball: KFC: Die Bilanz des Schreckens

Das Team hat 23 Tore in neun sieglosen Spielen kassiert.

Neun Spiele hat der KFC Uerdingen nicht mehr gewonnen. Er hat seit dem 17. Dezember überhaupt nur zwei Punkte eingesammelt, die Remis gegen Münster (0:0) und 1860 München (1:1). Schlimmer aber ist das Torverhältnis. In dieser Zeit gelangen den Krefeldern gerade einmal sechs Treffer, dagegen aber gewährten die Uerdinger ihren Gegnern 23 Tore. Ein Schnitt von 2,5 pro Spiel. Das ist eher eine Bilanz des Schreckens, die man von Abstiegsmannschaften kennt. „Das Unterhaching-Spiel hat uns irgendwie aus der Bahn geworfen“, konstatierte Innenverteidiger Dominic Maroh nach dem 0:2 am Dienstag in Zwickau. Damals, einen Tag vor Weihnachten, hatte es ein 0:4-Debakel dort gegeben. Vor dem Hintergrund der beginnenden Winterpause und einer vorangegangenen Erfolgsserie von fünf Siegen mit nur einem Gegentor tat man dies als Betriebsunfall ab, gelobte Besserung. Niemand im Umfeld ahnte, dass sich solch ein Negativlauf entwickeln würde.

In sechs der neun Partien schlug es im Uerdinger Tor mehr als zweimal ein. Unterhaching (0:4), Würzburg (0:3), Meppen (2:3), Großaspach (2:3), Halle (0:4) und Karlsruhe (1:3). Viele Gegentreffer hatten die Krefelder quasi auf dem Silbertablett serviert. „Das ist verantwortungslos, was wir machen“, ärgerte sich Trainer Norbert Meier in Zwickau über die individuellen Fehler, die diese Bilanz befeuern. Er nahm dabei die erfahrenen Spieler in die Pflicht. Selbst die Bundesliga-erprobten Männer sind vor Aussetzern nicht gefeit. Das macht es so schwer, wenn selbst die etatmäßig Besten, an denen sich die Schwächeren aufrichten könnten, Schwierigkeiten haben.

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