KFC Uerdingen will sein Ding machen

KFC Uerdingen will sein Ding machen

Die Uerdinger haben es nun selbst in der Hand, Meister zu werden.

Mit großem Elan sind die Fußballer des KFC Uerdingen am Donnerstagmorgen in die finale Vorbereitung für das Regionalliga-Heimspiel morgen gegen Fortuna Düsseldorfs U 23 gegangen. Begeistert war Trainer Stefan Krämer vor allem vom abschließenden Spielchen Elf gegen Elf. Offenbar hat die neue Konstellation in der Tabelle noch einmal zusätzliche Lust und Kraft freigesetzt.

Seit Mittwoch steht fest: Verfolger Viktoria Köln schwächelt, das 2:2 gegen Wiedenbrück war das dritte Remis in Folge. Der virtuelle Vorsprung ist verpufft — angenommen wurde vor wenigen Wochen, dass der amtierende Meister aus Köln seine Nachholspiele gewinnt und mit einem Vorsprung ins Saisonfinale geht.

Krämer sagt: „Natürlich ist Viktoria ein Thema in der Kabine. Die Jungs kennen das Ergebnis.“ Die Viktoria muss nun ihrerseits auf einen Ausrutscher der Uerdinger hoffen. Der KFC hat es selbst in der Hand, ob er Meister wird und in die beiden Aufstiegsspiele geht. „Alle sind fit, alle sind heiß. Im Fußball ist es immer am schönsten, wenn man die Dinge selbst regeln kann. Aber das wird auch schwer genug“, sagte Krämer vor dem Düsseldorf-Spiel. KFC-Stürmer Lucas Musculus, Augenzeuge des 2:2 der Kölner gegen Wiedenbrück, sagt zu den neuen Chancen im Aufstiegsrennen: „Das ist eine super Vorlage für uns. Jetzt müssen wir unser Spiel gewinnen. Wir sind momentan so stark. Gegen uns will niemand gerne spielen.“

Der Trainer sah „eine extrem hohe Trainingsqualität. Ich bin 20 Jahre Trainer und habe festgestellt: Man spielt, wie man vorher trainiert hat.“ Demnach dürften die Gäste aus der Landeshauptstadt, aus den vergangenen fünf Spielen holten sie nur einen Punkt, am Sonntag um 14 Uhr nicht nur durch die vorausgesagten sommerlichen Temperaturen ins Schwitzen geraten, sollten die Uerdinger nach den zuletzt gezeigten guten Leistungen noch einmal zulegen, angestochen durch die Schwäche der Konkurrenz. Krämer aber warnt: „Man darf jetzt nicht überdrehen, nicht mit Harakiri-Fußball ins Verderben rennen.“

Dennoch soll seine Mannschaft ihren Offensivdrang ausleben: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, wollen unsere Wucht in Heimspielen entfalten, den Gegner unter Stress setzen und die Punkte holen.“ Wer für den gelb-gesperrten Tanju Öztürk ins defensive Mittelfeld rückt, ist offen. Kai Schwertfeger, Kevin Pino Tellez oder Patrick Ellguth sind die Kandidaten, falls Krämer nicht sogar stattdessen einen weiteren Offensiven bringt, wie er überlegte.

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