KFC Uerdingen: Vorschau auf Spiel beim Chemnitzer FC

Fußball : KFC Uerdingen will den 100. Chemnitzer Heimsieg verhindern

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen tritt am Samstag, 30. November, (14 Uhr) in Sachsen an. Doch der CFC ist gut in Form – vor allem zu Hause.

Chemnitzer FC

Der Chemnitzer FC durchlebt stürmische Zeiten. Der Verein hat im Frühherbst eine Insolvenz erlebt, muss am 7. Dezember auf der Mitgliederversammlung einen neuen Aufsichtsrat wählen. Ein Kandidat ist der Vater des früheren Nationalspielers Michael Ballack. Ein neuer Vorstand sei für den von Machtkämpfen gebeutelten CFC „überlebenswichtig“, wie die Lokalpresse schreibt. Von einer „letzten Chance“ ist die Rede. Das Insolvenzverfahren läuft weiter. Sportlich steckt die Mannschaft derweil tief im Abstiegskampf, hat sich aber unter dem neuen Trainer Patrick Glöckner seit Ende September gefangen und gepunktet. Vor allem ist der Chemnitzer FC heimstark. Duisburg und Kaiserslautern wurden jeweils 3:1 besiegt.

Form: Sieben Spiele in Folge blieben die Sachsen ohne Niederlage. Am vergangenen Wochenende erwischte es sie dann doch – wenn auch nur knapp. Aufstiegsanwärter Eintracht Braunschweig gewann nach Rückstand mit 2:1. Gegen den KFC soll am Samstag, 30. November, (14 Uhr) der 100. Sieg in der 3. Liga her.

Personal: Der Vertrag mit dem Verteidiger Thomas Doyle wurde nach nur vier Monaten wieder aufgelöst. Den Neuseeländer zieht es in seine Heimat zurück. „Wir verlieren nicht nur einen knallharten Verteidiger, sondern auch einen ganz feinen Menschen“, sagt Trainer Glöckner. Ioannis Karsanidis (Kreuzbandriss) und Phillip Sturm (Syndesmosebandriss) fehlen.

Im Fokus: Stürmer Philipp Hosiner kommt auf bereits fünf Treffer in neun Partien. Mehrere Offensive haben schon drei Treffer erzielt, was auf eine Lastenverteilung im Angriff zielt: Obacht besteht auch bei Erik Tallig, Tarsis Bonga und Dejan Bozic.

KFC Uerdingen

Auswärts ist der KFC Uerdingen eine der besten Mannschaften der 3. Liga. Rang fünf. Vier Siege aus acht Spielen auf fremden Plätzen bei nur zwei Niederlagen stehen zu Buche. Auch der jüngste Sieg in Würzburg hat gezeigt, dass die Krefelder auswärts für viele Gegner eine Gefahr darstellen – ganz anders übrigens als in den Heimspielen in der Düsseldorfer Arena. Dort gelangen in acht Spielen nur zwei Siege. Die gute Auswärtsbilanz will der KFC am Samstag ausbauen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Steuernagel und Teamchef Stefan Reisinger ist zu Gast beim Abstiegskandidaten Chemnitzer FC. „Wir wissen, was auf uns wartet. Es wird eine spannende Aufgabe. Wir brauchen die gleichen Tugenden wie zuletzt“, sagt Steuernagel.

Form: Nach dem 0:3-Debakel gegen Kaiserslautern standen die Uerdinger zuletzt beim 2:1-Sieg in Würzburg wieder stabiler und setzten vorne empfindliche Nadelstiche. Doch gab es in dieser Saison immer wieder Schwankungen. Konstanz über längere Zeit hat es noch nicht gegeben. „Wichtig ist, dass alle wieder voll da sind. Es ist das Mindeste, dass sie ihr Können zeigen und damit die Form bestätigen. Wir wollen in der hitzigen Atmosphäre bestehen“, sagt Reisinger.

Personal: Kapitän Jan Kirchhoff ist nach seiner Sperre wieder zurück. Das gilt auch für Adam Matuschyk. Ob Kirchhoff aber gleich wieder seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung einnehmen wird, ließen die Trainer offen. Möglich wäre auch eine Formation mit Lukimya, Maroh und Kirchhoff. Maroh hatte seine Aufgabe in Würzburg gut erledigt.

Im Fokus: Der Niederländer Tom Boere gibt der Mannschaft das, was ihr oft fehlte. Die hohe Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Der 27-Jährige stand zuletzt beim 2:1 in Würzburg zweimal richtig. Mit fünf Treffern in neun Partien ist er Uerdingens bester Angreifer.