KFC Uerdingen verliert Heimspiel gegen Kaiserslautern

3. Liga : KFC Uerdingen verliert Heimspiel gegen Kaiserslautern

Eine bittere Pleite für den KFC Uerdingen: Der zuletzt krisengeschüttelte 1. FC Kaiserslautern siegt verdient. Der KFC muss sich außerdem über eine Geld-Rote-Karte ärgern.

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:3 verloren. Vor 4453 Zuschauern enttäuschten die Krefelder auf ganzer Linie. Die Pfälzer, zuletzt noch krisengeschüttelt und im Tabellenkeller, feierten einen überlegenen Sieg in Düsseldorf.

Chronik: Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel konnten auf den angeschlagenen Innenverteidiger Jan Kirchhoff zurückgreifen. Oliver Steurer nahm die Position als linker Verteidiger ein. Für den Rechtsaußen Christian Kinsombi spielte diesmal Boubacar Barry. Ali Ibrahimaj begann im Zentrum hinter der Spitze Tom Boere. Manuel Konrad war erneut erste Wahl für das defensive Mittelfeld neben Adam Matuschyk.

Die Gäste aus der Pfalz machten in den ersten Minuten nicht den Eindruck eines kriselnden Abstiegskandidaten. Unterstützt von mehreren hundert Fans spielten die Lauterer frech mit. Kevin Kraus köpfte einen Eckball gegen die Latte (14.). Der KFC kam im ersten Durchgang zumindest zu ein paar Abschlüssen aus der Distanz. Ganz so, wie es sich das Trainerduo Reisinger/Steuernagel gewünscht hatte. Wenn Barry mal in die Mitte zog, oder Manuel Konrad einen Nachschuss in die Arme des FCK-Torwarts Lennart Grill setzte.

Einen Unterschied zwischen einer Mannschaft aus dem Tabellenkeller und eines Teams, das man vor der Saison in der Spitzengruppe vermutet und das sich zuletzt stabilisiert hatte, sah man im ersten Durchgang nicht. Es kam jedoch schlimmer für den KFC: Nach einem Ballverlust lenkte Konrad eine Hereingabe ab, Assani Lukimya konnte sich nicht mehr wegdrehen, fälschte den Ball ins eigene Tor ab, Ping-Pong in der Düsseldorfer Arena. 1:0 für Kaiserslautern. So ging es in die Pause.

Beim KFC kamen Osayamen Osawe und Christian Kinsombi, um mehr Bewegung und Tempo ins Offensivspiel zu bringen. Wenig später die Chance zum Ausgleich. Flanke Roberto Rodriguez, Faustabwehr Grill. Im Nachschuss drosch Boere den Ball über das Tor. Die Gäste aber agiler in dieser Phase, auch sie hatten nach der Halbzeit schon eine Einschussmöglichkeit. Die Pfälzer blieben gefährlich und landeten den zweiten Treffer des Tages. Ecke KFC, Abschlag Grill, Thiele flankt quer auf Christian Kühlwetter. Schon waren die Uerdinger ausgespielt. Torwart Lukas Königshofer ohne Chance, 0:2 (56.). Nur neun Minuten später erlitten die Krefelder den nächsten Schlag. Timmy Thiele nach einem Konter auf und davon, 0:3. Von der in den vergangenen Wochen stabiler auftretenden Defensive war nichts mehr zu sehen. Wieder stand Thiele vor Königshofer, legte sich den Ball aber zu weit am Österreicher vorbei. Die Uerdinger Angriffsbemühungen blieben erneut Stückwerk. Der FCK stand hinten sicher, als hätte es die turbulenten vergangenen Wochen nicht gegeben. Vorne vergab der FCK noch die eine oder andere Chance. Die Krefelder spielten und spielten um den Strafraum herum, kreierten aber erneut zu wenig Torgefahr. Zu allem Überfluss holte sich Matuschyk in der Schlussphase noch die Gelb-Rote Karte ab.

Mann des Spiels: Lauterns Timmy Thiele, der mit einer Schutzmaske spielte, war der gefährlichste Mann auf dem Platz. Erst sorgte er für die Entscheidung mit seinem 3:0, ließ danach aber noch eine höhere Führung aus. Auch das 2:0 hatte der Lauterer, der zusammen mit Florian Pick stürmte, mit Übersicht vorbereitet.

Moment des Spiels: Es zeigte sich in einer Szene, wie sorglos der KFC am Samstag defensiv zu Werke ging. Ein Abschlag nach einem Eckball, Thiele verlängerte den Ball schnell auf die gegenüberliegende Seite. Da stand Christian Kühlwetter frei. Der KFC in Unterzahl, 0:2.

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