KFC Uerdingen: Trainer Meier muss gegen Großaspach improvisieren

Fußball : KFC Uerdingen: Trainer Meier muss gegen Großaspach improvisieren

Kranke und verletzte Spieler machen dem KFC Uerdingen zu schaffen. Keine einfachen Bedingungen für den neuen Trainer.

Es sind keine einfachen Bedingungen, die der neue Trainer von Fußball-Drittligist KFC Uerdingen, Norbert Meier, in seiner ersten vollen Trainingswoche vorfindet. Da wäre zum einen die Gesichtsverletzung seines Kapitäns Mario Erb. Dessen gebrochene Nase wurde am Dienstag gerichtet. Eine teilweise Betäubung war dafür notwendig. Der Einsatz am Samstag im Gastspiel bei Sonnenhof Großaspach ist noch nicht sicher. Doch auch an anderer Front hieß es zu improvisieren. Meier erreichten in den vergangenen Tagen mehrere Krankmeldungen aus dem Kreis seiner Mannschaft.

Maurice Litka kehrt
ins Training zurück

Torwart René Vollath pausierte am Dienstag, stieg aber am Mittwoch wieder ins Training ein. Doch auf Christian Dorda, Johannes Dörfler und Manuel Konrad mussten die Uerdinger noch warten. Maurice Litka kehrte nach einer Erkältung wieder ins Training zurück. Dazu kommen die Langzeitverletzten wie Bittroff, Grimaldi, Ibrahimaj oder der an der Patellasehne angeschlagene Dennis Daube. Seinen Humor hatte Meier einen Tag vor der Abreise am Freitag vor dem Hintergrund der unsicheren Personallage aber nicht verloren: „Ich habe jetzt erstmal die Heizung in der Kabine höher gestellt, damit meine Schäfchen alle gesund bleiben“, sagte der 60-Jährige im Spaß.

Man werde alle Spieler im Kader brauchen, hatte Meier zu Beginn seiner Tätigkeit in Uerdingen gesagt. Auch die Jüngeren hatte er da in seine verbale Umarmung explizit eingeschlossen. Früher als erwartet könnte seine Prophezeiung am Samstag eintreffen. Wer seine 18 Kader-Spieler sein werden, die am Freitagmittag nach einer Morgenübung und gemeinsamem Essen in den Bus Richtung Großaspach steigen, das war am Donnerstag noch nicht absehbar. „Wer sitzt im Bus, wer fährt eventuell mit einem Auto hinterher oder wird gefahren?“, fragte Meier rhetorisch. Immerhin das: Die Krefelder hoffen auf einen Einsatz des Innenverteidigers Assani Lukimya. Seine Spielberechtigung soll bis Samstag vorliegen.

Gewarnt sind die Uerdinger vor der Aufgabe, die in Baden-Württemberg auf sie wartet. Vor einer Woche besiegte der Abstiegskandidat überraschend den Tabellenführer VfL Osnabrück mit 2:0. Ein weiterer Beweis dafür, wie konkurrenzstark die dritthöchste deutsche Spielklasse an jedem Wochenende ist. Meier: „Sie haben eine sehr willige Mannschaft, ihr System umgestellt. Das wird kein Honigschlecken für uns.“ Meier will mit seiner Mannschaft an die guten Ansätze beim 1:1 gegen 1860 München anknüpfen: „Die Spieleröffnung war gut, wir haben mit Ruhe agiert. An der Spielfortsetzung, den Torchancen und der Restfeldverteidigung werden wir noch arbeiten.“