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KFC Uerdingen sucht händeringend einen neuen Investor

3. Liga : KFC Uerdingen sucht händeringend einen neuen Investor

Der KFC Uerdingen ist auf der Suche nach neuen Investoren nicht fündig geworden. Die Situation sei bedrohlich, betonten die Vereinsverantwortlichen.

Der KFC Uerdingen hat am Dienstagabend wie geplant in einem Online-Meeting die eigenen Vereinsmitglieder über die Pläne eines möglichen Gesellschafterwechsels beim Fußball-Drittligisten informiert. Mit rund 30-minütiger Verspätung stellten sich der Verwaltungsratsvorsitzende Andreas Galland sowie KFC-Präsident und Investor Mikhail Ponomarev und Geschäftsführer Nikolas Weinhart gegen 19.30 Uhr den Fragen der Vereinsmitglieder. Diese mussten sich vorab zur Veranstaltung anmelden und hatten am Dienstag Zugangsdaten für das Online-Forum erhalten. Rund 185 Personen nahmen an der vereinsinternen Veranstaltung teil.

Mikhail Ponomarev richtete zu Beginn seiner Begrüßungsrede ein paar Worte an die Vereinsmitglieder. „Wir wollen eure Fragen so gut es geht beantworten und hoffen auf eine pratikable Diskussion.“ Andreas Galland sprach von einer Beschlussfassung zu einer ganz entscheidenden Frage für den Verein. „Wir hätten heute Abend gerne von positiven Gesprächen mit zwei Investoren berichtet, die so gut wie abgeschlossen sind. Leider hat sich die Sache nicht so positiv entwickelt, wie wir uns das vorgestellt hätten“, erklärte Galland. Der Verein sei in keiner „luxuriösen Situation“, „wir müssen auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es auch nicht gelingt einen Investor zu finden, der an die Stelle von Mikhail Ponomarev rückt“, teilte Galland mit. Über die Gründe, warum mögliche Investoren aus Gesprächen mit dem Verein ausgestiegen sind, machte der KFC keine Angaben. Auch Namen von potentiellen Investoren könne man von Vereinsseite aus nicht nennen. Geschäftsführer Nikolas Weinhart stellte dennoch klar: „Wir brauchen die Unterstützung eines Investors.“

Keine Informationen zu
möglichen Investoren

Deshalb sollen die „grob 500 Vereinsmitglieder“ bis zum 15. Januar mit ihrer Stimme den Einstieg eines neuen Geldgebers möglich machen. Wie viele Stimmen bislang abgegeben wurden, dürfe der Verein nach eigenen Angaben nicht nennen. „Es fehlen noch einige Stimmzettel“, teilte KFC-Pressesprecher André Schahidi mit. Wer den Verein übernehmen will, bleibt weiterhin offen. „Aus meiner Sicht muss ein neuer Investor den eingeschlagenen Weg weitergehen“, sagte Mikhail Ponomarev und schränkt gleichzeitig ein: „Ohne Stadion, ohne Fans und ohne Sponsoren ist es schwer. Klar ist, dass ein neuer Investor den Stammverein unterstützen muss und es müssen Lösungen für die Jugend gefunden werden.“ Der KFC-Präsident machte aber auch deutlich, dass er den KFC Uerdingen in diesen Tag für Investoren als wenig attraktiv erachte. „Das ist die Realität.“

Die Bedingungen in der 3. Liga seien bei nahezu allen anderen Mannschaften besser als beim KFC Uerdingen. „Wir haben katastrophale Trainingsbedingungen hier in Krefeld. Ich schäme mich dafür vor meinen Spielern“, sagte Mikhail Ponomarev. Der Geschäftsmann zeigte sich nach eigener Aussage aber in diesen Tagen eher skeptisch, schnell einen Nachfolger zu finden. Die gesamte Situation sei für Mikhail Ponomarev nach eigenen Angaben sehr emotional und schwierig.

Ponomarev erneuerte auch an diesem Abend seine Kritik an die Stadt Krefeld, die nicht dafür sorgen würde, dem Verein vernünftige Trainingsanlagen zur Verfügung zu stellen. Auf die Frage, warum Mikhail Ponomarev kurz vor der entscheidenden Ratssitzung zur Sanierung der Grotenburg Anfang Dezember seinen Rückzug als Investor öffentlich verkündet hatte, erklärte Andreas Galland, dass es zu diesem Zeitpunkt noch sehr gute Gespräche mit möglichen Investoren gegeben hatte. Ob diese Gespräche zielführend sein werden, scheint in diesen Tagen mehr als unsicher.