KFC Uerdingen: Stefan Reisinger mit Respekt vor Roten Teufeln

Fußball : KFC: Reisinger mit Respekt vor Roten Teufeln

Eine kurze Vorbereitung und mögliche Wackelkandidaten lassen das KFC-Trainerteam vor dem Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern über Aufstellung und Taktik grübeln.

KFC Uerdingen Bei seinem Videostudium über den nächsten Gegner 1. FC Kaiserslautern ist dem Teamchef des KFC Uerdingen immer wieder der Gedanke gekommen, dass ja hier zwei Dinge nicht zusammenpassen. Der Tabellenplatz der Pfälzer und ihre individuelle Klasse. „Die Tabelle spiegelt nicht ihre Qualität wider“, sagt Stefan Reisinger. Er erwartet daher eine „ganz schwere Aufgabe.“ Vier Tage lagen diesmal nur zwischen dem Spiel in Duisburg am Montagabend und dem Heimspiel am Samstag in der Düsseldorfer Arena. Nicht viel Zeit, um die Wunden einzelner Spieler zu heilen oder diese taktisch auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Zumal ja am Mittwoch das Platztraining auch noch den schlechten Bodenbedingungen zum Opfer fiel. Mit einem Sieg will der KFC in die anstehende Länderspielpause gehen.

Form Erstmals unter der Regie Reisinger/Steuernagel erlitten die Uerdingen gegen den Tabellenführer MSV Duisburg eine Niederlage. Für die Spitze reicht es momentan nicht. Die Duisburger stachen die Uerdinger nach Fehlern aus, gewannen souverän. Defensiv erlaubten sich die Krefelder zwei Patzer zu viel. Durch die Niederlage soll jedoch der vorausgegangene Aufschwung nicht abgewürgt werden.

Personal Jan Kirchhoffs Einsatz ist unsicher. Der Kapitän ist an der Wade verletzt. Offensivflitzer Franck Evina spielt für Kameruns U23 beim Afrika Cup der Junioren mit. Das erste Gruppenspiel bestritt Evina am Freitagabend, 8. November. Halbfinale und Finale der Meisterschaft werden am 19. und 22. November ausgespielt. Evina wird erst nach der Länderspielpause wieder in Krefeld erwartet. Dennis Daube litt unter der Woche an muskulären Problemen. Dafür kehrte Innenverteidiger Dominic Maroh nach seiner Hüftblessur zurück und ist eine Option für Samstag.

Im Fokus Die Uerdinger müssen ihre Abschlussschwäche abstellen, mehr Durchschlagskraft entwickeln, mehr Schüsse abgeben, mehr Torszenen erzwingen. Erst 15 Treffer haben die Krefelder in 14 Spielen fabriziert.

1. FC Kaiserslautern Beim 1. FC Kaiserslautern herrscht Unruhe auf und neben dem Platz. Die Pfälzer geraten immer weiter in den Abstiegsstrudel hinein. Zwei Punkte liegt der FCK schon hinter den Nichtabstiegsplätzen. Dazu gibt es Querelen in der Führungsebene. Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man behauptet, dass der Klub in einer existenziellen Krise steckt. Der Trainerwechsel von Sascha Hildmann zu Boris Schommers ist schon verpufft. Unter der Woche suspendierte Schommers noch Kapitän Christoph Hemlein, Außenverteidiger Janek Sternberg und Flügelspieler Antonio Jonjic. Sie seien bis auf Weiteres freigestellt, wie die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ berichtete. Grund seien die unbeständigen Leistungen gewesen. Der erst 22-jährige Carlo Sickinger wird die Elf am Samstag anführen.

Form Zuletzt präsentierte sich der FCK mit wenig Licht und viel Schatten. In der Liga blieben die Pfälzer beim 2:3 gegen Würzburg blass wie auch beim 1:3 gegen Chemnitz. Dazwischen ein Pokaltriumph gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Himmel und Hölle liegen ganz eng zusammen. Was ist zu halten von dieser Mannschaft, die nach 14 Spielen schon 32 Gegentore gefressen hat?

Personal Neben den drei aussortierten Profis fehlen die verletzten Lukas Spalvis und Dylan Esmel. Die Ausfälle zwingen Schommers zum Umbau der Startelf.

Im Fokus Dennoch haben die Lauterer durchaus Potenzial in ihren Reihen. Im Angriff stechen Florian Pick (neun Treffer) und Timmy Thiele (5) heraus. Auch KFC-Teamchef Stefan Reisinger warnte bereits vor den beiden Offensiven des FCK.

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