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KFC Uerdingen - SpVgg Unterhaching: Wiedersehen mit Stefan Reisinger

Fußball : Ein wohlbekannter Gegner für KFC-Teamchef Reisinger

Der KFC Uerdingen tritt am Samstag (14 Uhr) bei der Spielvereinigung Unterhaching an – bei dem Verein, bei dem der heutige Teamchef Stefan Reisinger seine Trainerkarriere begann und dessen Philosophie er gut kennt.

KFC Uerdingen

Mit dem Zug machte sich der KFC-Tross am Freitagnachmittag auf die Reise in die Gemeinde Unterhaching südlich von München. Der Betriebsausflug soll sich lohnen. Eine klare Niederlage wie in der Vorwoche beim 0:3 gegen die U23 des FC Bayern München soll es beim südlichsten Teilnehmer der 3. Liga nicht geben. Das Betriebsklima könnte sich ansonsten in Uerdingen schnell eintrüben. Schon jetzt ist wegen der seit vielen Wochen schlechten Trainingsbedingungen und des häufigen Umzugs von einem gewissen Frust in der Mannschaft die Rede.

„Wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Teamchef Stefan Reisinger, der schon im Hachinger Nachwuchsleistungszentrum gearbeitet hat und die Spiel-Philosophie des Vereins kennt. Im Dezember 2018 erlebte der KFC in Unterhaching kurz vor Weihnachten ein 0:4-Debakel, war dem Spieltempo und den schnellen Kombinationen der Gastgeber nicht gewachsen. Es war der Anfang eines Abschwungs, der fast in den Abstieg mündete. So weit die Vergangenheit. Die Gegenwart soll anders aussehen.

Form: „Wir erwarten eine Reaktion der Mannschaft mit ganz anderer Körpersprache. Wir müssen an die Tugenden aus dem Halle-Spiel anknüpfen“, fordert KFC-Trainer Daniel Steuernagel. Vor allem das Defensivverhalten im Verbund muss besser sein als vor einer Woche.

Personal: Die Startelf wird ein anderes Gesicht haben als noch vor einer Woche. Alexander Bittroff, Adam Matuschyk und Adriano Grimaldi sind weiter verletzt. Manuel Konrad, Assani Lukimya und Jean-Manuel Mbom sind gesperrt. Tobias Rühle hat den Klub verlassen.

Im Fokus: Das Zentrum muss dicht sein. Das haben Steuernagel und Reisinger als Ziel ausgegeben. Das gilt für die Innenverteidigung wie auch für das defensive Mittelfeld.

SpVgg Unterhaching

Auf der ersten Aktionärsversammlung der Spielvereinigung Unterhaching wurde Optimismus verbreitet, trotz eines Bilanzminus von 1,7 Million Euro. „Hier kann etwas Großes entstehen, ich bin total motiviert und hoffe, wir können wieder dorthin gelangen, wo wir schon einmal waren“, sagte Präsident Manfred Schwabl. Der Börsengang, Abschreibungen auf Werte von Spielern und Investitionen ins Stadion seien der Grund für den Fehlbetrag. Zwar fühlen sich die Hachinger laut ihres Vorsitzenden in der 3. Liga „pudelwohl“, der Aufstieg in die zweite Bundesliga soll dennoch in den nächsten Jahren geschafft werden. Nach 21 Spieltagen liegt Unterhaching in Schlagdistanz zum Relegationsplatz drei. Der Sportpark wird gegen den KFC gut besucht sein. Der Verein ließ ganze 11 000 Freikarten verteilen.

Form: Die Spielvereinigung um Trainer Claus Schromm, der frühere Chef von KFC-Teamchef Stefan Reisinger, als dieser als Assistent unter ihm diente, legte beim 2:1-Sieg in Würzburg einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hin. „Sie sind spielstark, eine gewachsene Mannschaft. Der Klub verfolgt seit Jahren eine klare Philosophie. Es gibt kaum Fluktuation“, sagt Reisinger. Die spielerische Klasse zeigte sich gegen Würzburg jedoch nur phasenweise. In der Defensive entstanden immer wieder Lücken.

Personal: Abwehrspieler Marc Endres und Luca Marseiler haben noch Trainingsrückstand, Präsidenten-Sohn Markus Schwabl ist gesperrt. Niclas Ansbachs Fuß ist noch gebrochen. Neu dabei ist Alex Fuchs vom 1. FC Nürnberg.

Im Fokus: Der Sieg gegen Würzburg war der erste Auftakt-Sieg nach der Winterpause seit 2014. In den vergangenen Jahren rutschten die Unterhachinger in der Rückrunde immer wieder ab, konnten die Form der Hinrunde nicht halten. Wird es diesmal anders?