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KFC Uerdingen rutscht nach 1:2-Pleite gegen MSV in die Abstiegszone

3. Liga : KFC Uerdingen rutscht nach 1:2-Pleite gegen MSV in die Abstiegszone

Nach der 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg sind die Krefelder auf den Abstiegsrang 17 abgerutscht.

Die Führungskrise beim KFC Uerdingen macht sich immer mehr auch in der Tabelle bemerkbar. Nach der 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg sind die Krefelder auf Abstiegsrang 17 abgerutscht. Zwei Punkte beträgt nun der Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern. Allerdings haben die Krefelder noch vier Spiele nachzuholen. Ob das Heimspiel am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt stattfinden kann, war am Sonntag noch nicht geklärt. Der Insolvenzverwalter muss das Okay dafür geben. „Wir arbeiten weiter, bis uns jemand was anderes sagt“, erklärte Trainer Stefan Krämer.   

Der Mann des Spiels

Es war der Duisburger Schlussmann Leo Weinkauf, der den Uerdingern in der Endphase den Ausgleich verwehrte. In letzter Minute verhinderte er mit einer Beinabwehr noch das 2:2 durch Adriano Grimaldi.

Die Szene des Spiels

Ein strammer Freistoß des Duisburgers Moritz Stoppelkamp, vorbei an der Mauer, schlägt im kurzen Eck ein. KFC-Torhüter Hidde Jurjus ist überrascht, kommt nicht mehr hin. Ein Patzer des sonst sicheren Niederländers.

Der Aufreger des Spiels

Ein Derby zwischen dem KFC und dem MSV im 200 Kilometer entfernten Lotte? Das ärgerte nicht nur Duisburgs Sportdirektor Ivica Grlic: „Es ist ein Witz, dass wir hier spielen. Unsere Stadien sind 15 Kilometer voneinander entfernt.“ Auf die Frage, ob ein Heimrechttausch in Betracht gekommen wäre, sagte er: „Darauf haben wir als MSV wenig Einfluss.“  

Die Chronik des Spiels

KFC-Trainer Stefan Krämer richtete vor dem Anpfiff im Fernsehinterview noch einmal einen Appell nach außen, bat um sehr baldige Unterstützung und eine Perspektive: „Die Spieler werden im Stich gelassen. Langsam muss mal etwas passieren.“ Das Team stehe weiterhin zusammen, lege intern Mittel sogar in einen Topf zusammen. Wer Geldnot habe, könne sich bedienen. Es ist das Bild eines Clubs in Agonie. Die Startformation änderte Krämer auf fünf Positionen. Muhammed Kiprit rückte für Adriano Grimaldi in die Sturmspitze. Auch Gustav Marcussen, Peter Van Ooijen, Christian Kinsombi und Haktab Traoré standen in der Startelf. Unbeeindruckt von den Vorkommnissen der vergangenen Wochen schritt die Mannschaft zur Tat. Ecke Van Ooijen, Kopfball Assani Lukimya – 1:0. Ein Auftakt nach Wunsch in der neuen Heimstätte, 180 Kilometer von Krefeld entfernt. Der MSV zeigte sich davon wenig geschockt, lancierte Angriffe, die jedoch keinen Erfolg nach sich zogen. Mit andauernder Spielzeit wurden die Duisburger stärker, zwangen die Uerdinger in eine Verteidigungshaltung zurück. Doch vorerst hielt die Deckung den Vorstößen stand. Erst Moritz Stoppelkamp durchbrach die Abwehrmauer per Freistoß zum 1:1. 38 Minuten waren gespielt.  Es kam noch schlimmer für den KFC. Federico Palacios drehte die Partie für den MSV mit einem sehenswerten Fernschuss zum 2:1. Glück, dass eine Rettungstat des Kapitäns Lukimya wenig später nicht noch in einem Eigentor mündete. Danach ging es in die Halbzeit. Nach der spektakulären Schlussphase der ersten Hälfte begann der zweite Durchgang ohne Höhepunkte. Torchancen ergaben sich vorerst für keine Seite. Wenn aber Gefahr in Verzug war, dann musste sich Uerdingens Torwart Hidde Jurjus umsehen.

KFC-Trainer Krämer reagierte nach einer Stunde Spielzeit mit einem vierfachen, offensiven Wechsel. Kolja Pusch, Mike Feigenspan, Adriano Grimaldi und Hans Anapak sollten den festgefahrenen Angriff wiederbeleben. Zwar waren die Gastgeber nun mehr im Ballbesitz, das aber wohl taktischer Natur. Duisburg zog sich nun weiter in die eigene Hälfte zurück, um auf Konter zu lauern.

Strecken musste sich MSV-Torhüter Leo Weinkauf bei einem Schuss Haktab Traorés aus dem Hintergrund. Es war die größte Torannäherung des KFC in Hälfte zwei. Mit geballtem Offensivpersonal versuchte der KFC alles, um den Ausgleich zu erzielen. Freistoß Pusch, Parade Weinkauf. Es wurde noch einmal eng. Doch auch Grimaldi kam nicht mehr an Weinkauf vorbei.