KFC Uerdingen: Öztürk — Prellbock im Zentrum

KFC Uerdingen: Öztürk — Prellbock im Zentrum

Der „Sechser“des KFC Uerdingen verdient sich gegen Köln Bestnoten. Am Mittwoch geht es nach Rödinghausen.

Krefeld. Tanju Öztürk ist gemeinhin ein unaufgeregter Vertreter seiner Zunft. Das sah man auch wieder im Spitzenspiel am vergangenen Sonntag gegen die Viktoria aus Köln. Der 28-Jährige präsentierte sich im defensiven Mittelfeld wie eine Ideallösung gegen die als spielstark und um Dominanz bemüht eingeschätzten Gäste. Es ging wieder einmal darum, die Kreise der gegnerischen Offensivleute im Zentrum zu stören. Und da ist einer wie Öztürk der Richtige. Zusammen mit Connor Krempicki stellte er die Räume zu. Beide waren in den ersten beiden Spielen unter dem neuen Trainer Stefan Krämer erste Wahl für die Sechser-Positionen. Das hat sich zumindest in beiden Spiele ausgezahlt. Öztürk lieferte auch gegen Köln eine starke Leistung ab.

Trainer Krämer sagte nach dem Spiel: „Er war im Zentrum überragend. Manchmal unterschätzt man seinen Bewegungsablauf. Es ist aber extrem schwer, an ihm vorbei zu kommen“, erklärte der 51-Jährige auf Nachfrage. Krämer erzählte, dass er sich überhaupt gerne mit Öztürk über den Fußball unterhalte. „Ein super Typ. Ich tausche mich gerne mit ihm aus. Er hat die Fähigkeit ein Spiel zu lesen und die Räume zu schließen. Er steht immer da, wo man stehen muss.“

Dabei reicht dem Defensivmann seine körperliche Statur zum Vorteil. 1,90 Meter groß. Und stark in der Luft. Gegen Rhynern erzielte er das wichtige 1:0 per Kopf. Öztürk erobert und verteilt die Bälle ohne großes Aufsehen mit Abgeklärtheit und Ballsicherheit. Im Spiel Krämers, der ein frühes Pressing und schnelle Rückeroberungen favorisiert, ist ein Prellbock wie Öztürk gerne gesehen. Connor Krempicki leistete den offensiveren Part an seiner Seite, schaltete sich immer wieder in die Angriffe mit ein, fiel aber genauso als Abfangjäger auf. „Im Zentrum lief es generell sehr gut“, sagte Krämer nach dem Köln-Spiel. Damit meinte er explizit auch Krempicki: „Was der Junge gelaufen ist, war unfassbar.“ Auf diesen wird der neue Trainer am Mittwoch im Gastspiel beim SV Rödinghausen aber verzichten müssen. Der gebürtige Gelsenkirchener ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt.

Am MIttwoch machen sich die Uerdinger früh auf den Weg nach Ostwestfalen. In einem Bielefelder Hotel kehrt die Mannschaft ein. Letzte Vorbereitungen auf Rödinghausen. Abends um 19 Uhr rollt der Ball im Wiehenstadion.

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