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KFC Uerdingen: Nur Mörschel trifft gegen Mannheim 

3. Liga : Nur Mörschel trifft gegen Mannheim

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen ist zum Ende der Hinrunde nicht über ein 1:1 gegen Waldhof Mannheim hinausgekommen. Heinz Mörschel erzielte nach 62 Minuten den Ausgleich für die überlegenen Krefelder.

Auch im zweiten Spiel des Jahres 2021 hat es für den Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen nicht zu einem Sieg gereicht. Im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim stand am Ende ein 1:1. Die Hinrunde ist damit beendet. KFC-Trainer Stefan Krämer wartete in seiner 250. Partie in der 3. Liga vergebens auf seinen 100. Sieg als Coach. „Ich bin mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis aber nicht. Wir hätten es mal wieder verdient gehabt zu gewinnen“, sagte der 53- Jährige.   

Der Mann des Spiels

Heinz Mörschel erzielte mit seinem vierten Saisontor das 1:1. Für Torgefahr hatte er im ersten Durchgang schon reichlich gesorgt. Da jedoch waren seine drei Schüsse noch nicht zielgenau genug. Etwas mehr Präzision im Abschluss hätte er sich auch von sich gewünscht, wie er später im TV-Interview zugab. Die Leistung der Mannschaft trotz der Unruhe in der Clubführung aber bewertete er positiv: „Wir haben eine geile Truppe und gute Jungs, die gerne kicken.“

Die Szene des Spiels  

Der Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand war wohl das Mindeste, was die Krefelder aus diesem Spiel mitnehmen wollten. Eine schöne Vorarbeit von Tim Albutat, Patrick Göbel und Mike Feigenspan war dabei vorausgegangen, der Offensivmann Mörschel staubte am langen Pfosten ab. Zu mehr aber reichte es nicht mehr.

Der Aufreger des Spiels

Auch rund um das letzte Hinrundenspiel gab es von den Verantwortlichen des KFC keine Stellungnahme zur gegenwärtigen Situation um den KFC. Das routinemäßige Gespräch vor laufender Kamera mit dem übertragenden TV-Sender Telekom entfiel, auch weil der Club sich nicht äußern wolle, wie die Moderatorin sagte.   

Die Chronik des Spiels

Der ehemalige FC-Bayer-Uerdingen-Spieler Holger Fach zeigte sich vor dem Anpfiff wenig optimistisch, was die sportliche Zukunft des Vereins in der 3. Liga angeht: „Ohne Großsponsor glaube ich nicht, dass wir den Club in den nächsten Jahren in den oberen Ligen wiedersehen werden.“ Uerdingens Trainer Stefan Krämer jedoch präsentierte sich wie schon am Freitag in guter Laune und wenig beeindruckt durch die ungewisse Zukunft: „Die Mannschaft hat einen sehr guten Charakter.“ Krämer nahm Änderungen im Vergleich zur Vorwoche vor: Dave Gnaase kam zurück ins Team, Gino Fechner vertrat den gesperrten Innenverteidiger Edvinas Girdvainis. Der amtsmüde Hauptgesellschafter Mikhail Ponomarev verfolgte die Partie wie gewohnt mit Clubkollegen aus seiner Loge der Düsseldorfer Arena heraus.

Der KFC begann engagiert und wirkte keinesfalls in Schockstarre. Fridolin Wagner setzte einen Schuss nach drei Minuten ans Außennetz. Was folgte, war eine Dauerdruckphase der Gastgeber. Die Mannheimer sahen sich in der Anfangsphase bis an den eigenen Strafraum zurückgedrängt. Die Spieler des KFC hatten sich offenbar vorgenommen, Eigenwerbung zu betreiben und sich nicht in der Agonie zu ergeben. Heinz Mörschel probierte es aus der zweiten Reihe, Waldhofs Torhüter Timo Königsmann war zur Stelle. Der Mann aus der Dominikanischen Republik versuchte es vor der Halbzeit noch mit zwei weiteren Schüssen, doch verfehlten sie ihr Ziel knapp. Wie aus dem Nichts dann aber das 0:1.

Eine Flanke Mohamed Gouaidas segelte ins lange Eck. Uerdingens Torwart Hidde Jurjus konnte nicht mehr klären. So ging es in die Pause. Die Gastgeber ließen sich auch nach dem Seitenwechsel nicht hängen, suchten ihr Heil weiter in der Offensive. Kolja Puschs angeschnittenen Linksschuss lenkte Königsmann gerade noch am Tor vorbei. Es sollte bald besser werden: Mörschel traf diesmal ins Schwarze zum 1:1 (62.). Den KFC beflügelte der Ausgleich zusehends. An der Moral der Mannschaft ließ sich nichts aussetzen. Die Uerdinger waren das überlegene Team, pushten sich auf dem Feld gegenseitig nach vorne. Die mangelnde Durchschlagskraft blieb der Heimelf aber auch im 19. Saisonspiel treu. Adriano Grimaldi ging keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung mit Schmerzen im Bein zu Boden, kehrte aber humpelnd aufs Spielfeld zurück. Auf den Spielausgang hatte sein Einsatz keinen Einfluss mehr.