KFC Uerdingen nimmt Pokalhürde und pausiert in der Liga

KFC Uerdingen : KFC-Aufstiegsheld Beister trifft wieder - aber er schweigt

Trainer Krämer hofft, dass der Knoten auch in der Liga platzt.

Maximilian Beister schritt die Treppe hinab ins Freie. Ein Blick aufs Handy, dann durch die Menge von Betreuern und Zuschauern Richtung Mannschaftsbus, auch vorbei an den wartenden Journalisten. Der Offensivmann des KFC Uerdingen wollte keinen Kommentar abgeben nach dem hart erkämpfen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen die Sportfreunde Baumberg. Einen Treffer hatte er zugesteuert zum 1:1-Ausgleich. Es war sein erstes Pflichtspieltor für die Krefelder in dieser Saison. Gerne hätte man etwas über sein Seelenleben erfahren an diesem Abend. Was der frühere Bundesligaspieler Beister denkt über seine Torlosigkeit in der 3. Liga, die ihn zuletzt sogar seinen Stammplatz in der Startelf gekostet hat. Was das mit ihm macht.

Dort wandelt sich Stefan Aigner zum Torjäger als Mittelstürmer. Beister war in der Meisterschaft jüngst nur noch Einwechselspieler. In Baumberg zeigte sich Beister auf dem Platz wie immer hochmotiviert, er rannte auf und ab, setzte zum Tempodribbling an, eroberte Bälle. Dinge, die Trainer Stefan Krämer als Basis sieht. Der Coach sagt: „Ich messe Offensivspieler nicht nur an Toren. Aber Tore sind eben auch wichtige Dinge, gerade, wenn man längere Zeit nicht getroffen hat.“

Krämer hofft auf weitere Erfolgserlebnisse für den 28-Jährigen, der in der Rückrunde und beim Aufstieg zu den absoluten Führungsfiguren gezählt hatte: „Ich wünsche ihm, dass er in der Meisterschaft trifft. Das könnte die Handbremse lösen.“ Vor dem Spiel gegen Jena hatte der KFC-Trainer gesagt, Beister gehe „ganz normal mit der Situation um.“ Nach dem Pokalsieg schloss sich Kapitän Christopher Schorch, der selbst mit einem Kunstschuss in der 118. Minute das Weiterkommen sichergestellt hatte, den aufbauenden Worten des Trainers an: „Maxi wird uns noch helfen. Wir müssen jetzt für ihn da sein, ihn aufbauen. Er wird auch wieder Erfolg haben.“

Ein anderer, der in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu viel persönlichen Erfolg erlebt hat, ist Rechtsverteidiger Alexander Bittroff. Seinen Stammplatz verlor der 30-Jährige nach dem ersten Spiel an Kevin Großkreutz. In Baumberg durfte er 120 Minuten ran: „Es läuft für mich unbefriedigend. Ich habe lange nicht gespielt. Ich gebe aber nicht auf und versuche alles.“

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