KFC Uerdingen: Nach Niederlage gegen BVB verteilt der Trainer Vogel Lob

DFB-Pokal : KFC-Trainer Heiko Vogel: „Ich bin super stolz auf die Jungs“

KFC Uerdingen-Trainer Heiko Vogel saß auch 20 Minuten nach der offiziellen Pressekonferenz noch im Medienbereich der Düsseldorfer Arena und sprach voller Stolz über die Leistung seines Teams.

Heiko Vogel ist ein höflicher Mensch. „Zunächst einmal Gratulation an Lucien Favre und Borussia Dortmund. Sie sind hier verdient in die nächste Runde eingezogen“, sagte der Trainer des KFC Uerdingen nach Spielschluss. Danach widmete sich der gebürtige Bad Dürkheimer seinem Team. „Ich bin tierisch stolz auf die Jungs. Wir haben heute einen richtig guten Auftritt hingelegt.“ Es dürfte die mit Abstand beste Saisonleistung der Krefelder bislang gewesen sein.

Moral, und das hat das Team unter Vogel bereits mehrfach bewiesen, haben sie beim KFC. „Es gefällt mir, mit welchem Willen meine Mannschaft heute agiert hat“, zollte Vogel dem Auftritt seines Teams Respekt. Immerhin hieß der Gegner Borussia Dortmund. Ein Titelanwärter aus der Bundesliga. BVB-Trainer Lucien Favre konnte Vogels Sicht der Dinge nur stützen und attestierte den Krefeldern im Spiel gegen den Ball „eine starke Leistung“.

Lukas Königshofer, Andreas Maxsö, Selim Gündüz, Jean Manuel Mbom: Dieses Quartett tat sich in den umkämpften 90 Minuten besonders als Verteidiger des eigenen Tores hervor. „Das ganze Team hat es gut gemacht, aber Manu (Jean Manuel Mbom, Anm. d. Red.) muss man Respekt zollen für seinen couragierten Auftritt“, sagte Vogel.

Vorne mühten sich Roberto Rodriguez, Franck Evina und Osayamen Osawe. Letzterer dürfe sich laut seinem Trainer noch genau einen Tag über seine verpasste Chance des ersten Durchgangs ärgern, als er aus spitzem Winkel den Ball nicht aufs Tor brachte. In der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt, droht Osawe erneut auszufallen. Mit dick bandagiertem Oberschenkel humpelte der Stürmer in die Kabine. „Eine Vorsichtsmaßnahme, er hatte schon in der Halbzeit einen Zug im Muskel gespürt“, so Vogel, der nach der Führung und spätestens nach dem 0:2 durch Paco Alcacer mit Blick auf die anstehenden Aufgaben wechselte.

Die Herausnahme von Evina und die spätere Einwechslung von Alexander Bittroff seien beispielsweise schon als eine Art Vorzeichen für die kommenden Partien zu sehen gewesen. Evina wird auch gegen Ingolstadt wieder eine tragende Rolle in der Offensive zukommen, Bittroff muss Rot-Sünder Kevin Großkreutz in den kommenden vier Wochen vertreten. Adriano Grimaldi steht kurz vor dem Comeback und könnte im Pokal am Mittwoch gegen Budberg auflaufen. Pokalspiel gegen Dortmund, Pokalspiel gegen Budberg: „So sieht die Realität aus und wir wollen am Mittwoch alles rein werfen, damit wir solche Momente wieder erleben dürfen“, gab Vogel die Schlagrichtung nach diesem Pokalkampf aus.

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