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KFC Uerdingen: Kiprit hat gegen Unterhaching das letzte Wort

3. Liga : KFC: Kiprit hat das letzte Wort

Der KFC Uerdingen verschafft sich dank des 3:2-Sieges in Unterhaching Luft im Abstiegskampf der 3. Liga.

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen schöpft weiter Hoffnung. Dank eines 3:2-Sieges im Abstiegsduell mit der Spielvereinigung Unterhaching bleiben die Krefelder über dem Strich im Tabellenkeller. Adriano Grimaldi, Assani Lukimya und Muhammed Kiprit trafen und rundeten eine Woche mit sieben Punkten ab. „Es war eine tolle Woche für uns. Wir haben unsere Position auf den Ligaerhalt deutlich verbessert“, befand Trainer Stefan Krämer.

Der Mann des Spiels

Adriano Grimaldi hatte sich mit einem Treffer und einem aberkannten Tor für die Auszeichnung beworben. Muhammed Kiprit war es aber diesmal zu verdanken, dass der KFC im zweiten Durchgang doch noch die drei Punkte einsammelte. Der Joker stach völlig unbeeindruckt sechs Minuten nach seiner Einwechslung zum 3:2, unmittelbar nach dem Ausgleich der Unterhachinger. Krämer: „Er hat wieder das Selbstverständnis, das ihn schon zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatte.“

Die Szene des Spiels

Das Lachen ist zurück beim KFC. Das Gruppenbild um den treffsicheren Kapitän Assani Lukimya sprach da Bände nach dem 2:0. „Man hatte den Eindruck, dass da eine Schülermannschaft gegen eine Erwachsenen-Mannschaft spielt“, urteilte Unterhachings Clubchef Manfred Schwabl über die Abgezocktheit des KFC.

Der Aufreger des Spiels

Es hätte die frühe Entscheidung im Spiel werden können, als Adriano Grimaldi den Ball zum dritten Mal im Tor der Unterhachinger versenkt hatte. Der 29-Jährige setzte zum Jubellauf an und nahm die ersten Glückwünsche entgegen. Kurz danach aber nahm Schiedsrichter Patrick Alt das Tor wegen eines zuvor erkannten Handspiels des Stürmers zu Beginn des Angriffs nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück. Kein Treffer, dafür Freistoß für Unterhaching und bleibendes Unverständnis: „Er nimmt das Tor einfach zurück. Sowas habe ich noch nie gesehen. Das ist eine Frechheit“, erzürnte sich Grimaldi.

Die Chronik des Spiels

Trainer Stefan Krämer stellte dieselbe Mannschaft auf, die auch am Mittwoch beim 4:0-Sieg in Meppen ins Spiel gegangen war. Die Belastung und die Reisestrapazen seien aus Sicht der Verantwortlichen kein Problem gewesen: „Wir haben viele Gespräche mit den Spielern geführt“, sagte der KFC-Coach.

Bei den Unterhachingern hatte tags zuvor der Sportliche Leiter Claus Schromm um seine Freistellung gebeten. Diesmal waren es nicht die Uerdinger, die schlechte Nachrichten lieferten. Neu-Investor Roman Gevorkyan verfolgte die Partie mit einer Delegation seiner Noah Gruppe von der Tribüne im Sportpark mit. Lange musste er nicht warten, um das Führungstor seiner Mannschaft zu erleben. Adriano Grimaldi beglückte den neuen Chef mit einem Kopfballtor zum frühen 1:0 (6.). Patrick Göbel hatte den Freistoß geschlagen.

Einen zweiten Treffer ließ er aber wenige Minuten später nicht folgen. Der Mittelstürmer traf nur das Außennetz aus sehr guter Position. Dafür aber bestaunte Gevorkyan den Kopfballtreffer des Kapitäns Assani Lukimyas – 2:0. Eine halbe Stunde war da erst gespielt. Defensiv hielten sich die Krefelder im ersten Durchgang schadlos. Immer wieder versuchten die Hachinger sich durch die dichte Abwehr zu kombinieren, kamen aber nicht durch. Mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung ging es in die Pause. Uerdingen wirkte sehr konzentriert und effizient.

Nach der Halbzeit entwickelte sich ein wildes Spiel. Die Hausherren kamen dem KFC-Tor nun näher, und das mit Erfolg. Nach einer Ecke verkürzte der schlecht bewachte Paul Grauschopf, der die schnelle Wende einleitete. Stephan Hain traf nur eine Minute später per Flugkopfball zum Ausgleich. Ein Hin und Her nun, denn im Gegenzug stellte Muhammed Kiprit auf 3:2 für den KFC. Das Spiel war nun völlig offen, mit Abschlüssen auf beiden Seiten. Dombrowka brachte Dave Gnaase im Strafraum zu Fall, doch erneut verschossen die Gäste einen Elfmeter. Assani Lukimya traf nur den Pfosten (79.). Die Partie nun auf dramatischem Niveau, Hachings Dominik Stroh-Engel vergab die letzte Chance des Spiels.