KFC Uerdingen kassiert nächste Niederlage - Das sagen Trainer und Kapitän

Fußball : KFC Uerdingen kassiert nächste Niederlage - Das sagen Kapitän und Trainer

Die Krise der Uerdinger hält an – die Hoffnungen auf den Aufstieg schwinden. Nach dem neunten Spiel in Folge ohne Sieg finden Trainer und Kapitän deutliche Worte.

KFC-Stürmer Osayamen Osawe faltete nach dem Abpfiff die Hände vor sein Gesicht. Er dürfte wohl noch seinen beiden Großchancen nachgetrauert haben. Einmal verpasste er den Ausgleich, als er einen Ball aus kurzer Distanz nicht im leeren Tor unterbrachte. Ein Treffer war den Uerdingern trotz einer Drangphase im zweiten Durchgang nicht gelungen.

0:2 verloren die Krefelder beim FSV Zwickau. Seit neun Spielen ist die Mannschaft nun ohne Sieg. „Wir machen unfassbar viele individuelle Fehler. Wir müssen die Situation jetzt annehmen. Es ist brutal hart. Wir müssen uns nach unten absichern“, sagte Kapitän Dominic Maroh. „Wir machen den Gegner wieder stark. Selbst die Erfahrenen machen solche Fehler“, ärgerte sich Trainer Norbert Meier. Die Uerdinger rutschten in der Tabelle auf Rang acht zurück.

Konrad verliert den Ball, foult dann – Elfmeter: 0:1

Der KFC-Trainer musste im Tor eine Veränderung vornehmen. Robin Benz vertrat die am Innenband verletzte Stammkraft René Vollath und machte seine Aufgabe lange Zeit gut. Aufmerksam und sicher wirkte der 23-Jährige, beim 0:2 aber sah auch er nicht gut aus. In der Innenverteidigung kehrte Assani Lukimya für Mario Erb zurück ins Team. Für die linke Außenbahn nominierte Meier Oguzhan Kefkir, der zuletzt nicht mehr gefragt gewesen war. Sein letztes Spiel von Beginn machte er Ende Januar gegen Würzburg.

Spieler, Momente, Aufreger - das Spiel im Schnell-Check

Erst sechs Minuten waren gespielt, da hatten sich die Uerdinger schon wieder selbst in die Bredouille gebracht. Manuel Konrad verpasste am eigenen Strafraum den richtigen Moment zum Abspiel, der Zwickauer Julius Reinhardt ging dazwischen, Konrad foulte: Toni Wachsmuth erzielte per Strafstoß das 1:0. Die Krefelder aber kamen besser ins Spiel, hatten mehr Ballbesitz, spielten engagiert nach vorne, blieben aber ungefährlich. Hinten jedoch standen die Uerdinger sicherer als zuletzt, hielten den Gegner weitgehend im ersten Durchgang vom Tor weg. Zur Pause brachte Meier die jungen und offensiven Patrick Pflücke und Johannes Dörfler für Konrad und Kefkir, um mehr Druck aufzubauen. Die Uerdinger wurden etwas zwingender nach der Halbzeit, setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest.

Stürmer Osayamen Osawe
trifft zweimal nur die Latte

Die beste Chance des Spiels vergab KFC-Stürmer Osayamen Osawe nach 57 Minuten. Beister hatte ihm von der linken Seite vorgelegt, Osawe aber schaffte es nicht, den Ball aus fünf Metern im Tor unter zu bringen. Er schoss das Spielgerät an die Latte, hielt sich danach vor Scham die Hände vors Gesicht. Das hätte der Ausgleich sein müssen. Es dauerte nur fünf Minuten, ehe Osawe wieder im Mittelpunkt des Geschehens stand. Eine Flanke Christian Dordas köpfte der Angreifer an die Latte. Diesmal hatte der 25-Jährige auch etwas Pech im Abschluss.

Die Partie lief zu diesem Zeitpunkt nur noch in eine Richtung. Die Zwickauer schafften kaum Entlastungsangriffe. Chancen hatten die Uerdinger noch zusätzlich, aber auch Johannes Dörfler oder Christian Dorda zielten nicht präzise genug. Zwickaus Torwart Johannes Brinkies war auf seinem Posten. Ausgerechnet Ronny König „rettete“ für den KFC einen Schuss seiner Mannschaft im Strafraum. Dann aber geschah es dennoch. Tarsis Bonga schloss einen Konter mit einem strammen Schuss ab, der Benz durch die Arme rutschte (90.). Der letzte Eindruck passte zu diesem Abend.

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